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5 Dinge, die ich von meinem ersten Blog gelernt habe

Hi und schön, dass du da bist. Wie du vielleicht schon gesehen hast, ist es noch ziemlich wüst und leer hier. Ich habe diesen Blog auch erst neu gestartet und dieser Artikel, den du liest, ist mein ALLER ERSTER Beitrag:-).

Bevor ich dazu gekommen bin, meinen ersten Beitrag zu  schreiben, habe ich mir lange darüber Gedanken gemacht, wie ich wohl am besten anfange. Aber zunächst einmal möchte ich dir erklären, warum ich überhaupt diesen Blog gestartet und meinen ersten aufgegeben hatte.

Eigentlich ist die Antwort darauf ganz einfach. Ich möchte das tun, was ich liebe und mich am meisten erfüllt – und zwar jeden Tag. Und das ist das Schreiben. Um noch genauer zu sein: Ich liebe es in meine eigene Gedanken- und Gefühlswelt einzutauchen und mich selbst dadurch jedes Mal aufs Neue kennen zu lernen und ein Stück besser zu verstehen. DAS mit anderen zu teilen ist für mich ein großes Glück. Und was bietet sich dafür besser an, als das Bloggen?

Genau aus diesem Grund habe ich vor zwei Jahren meinen ersten Blog „Herzblogger“ gestartet, den ich in den ersten Wochen voller Leidenschaft gestaltet und mit Inhalten gefüllt habe. Herzblogger war für mich die Erfüllung eines langersehnten Traums. Aber vor allem war es eines: die Konfrontation mit meiner größten Angst – nämlich der Angst vor Ablehnung bzw. Verurteilung.

Diese Angst war bei mir vor allem deshalb so groß, weil ich über nichts anderes, als über meine PERSÖNLICHEN Ideen, Vorstellungen bzw. Gedanken und Gefühle schreiben wollte. Dafür musste ich mich aber verletzlich und angreifbar machen, wozu ich nicht zu 100% bereit war.

Deshalb war die erste Lektion, die ich dadurch lernen durfte:

1. Akzeptiere dein eigenes Tempo

Je mehr Beiträge ich schrieb und je mehr ich von mir gab, desto öfter plagten mich die eindringlichen Gedanken, wie ich wohl bei den anderen rüber kam. Ich fing an, immer öfter nachzuschauen, wie viele Leser ich bereits erreicht hatte und freute mich über jeden weiteren Like, an dem ich den „Wert“ meines Beitrages gemessen hatte.

Meine Freude und Leidenschaft am Blog ging dadurch immer mehr verloren bis ich mir irgendwann selbst gestand, dass ich dazu einfach noch nicht bereit war und mir durch meine „Selbstoffenbarungen“ mehr schadete als ich mir gut tat.

Das Schlimmste an dem ganzen war, dass ich mich zusätzlich auch noch dafür verurteilte. Ich verurteilte mich quasi dafür, dass ich Angst hatte verurteilt zu werden. Weil ich wusste, dass diese Angst ein Indikator dafür war, dass ich noch nicht die Person war, die ich sein wollte.

Daraus habe ich gelernt, dass ich zwei Möglichkeiten hatte:

  • Entweder ich verurteile mich weiterhin selbst dafür, dass ich noch nicht die Person war, die ich gern gewesen wäre.
  • Oder ich akzeptiere mein eigenes Tempo – und somit mich selbst, so wie ich bin.

Und am Ende ist nur EINE FRAGE entscheidend:

Was fühlt sich besser an? 

Also hatte ich mich für letzteres entschieden und das Bloggen erst einmal ruhen lassen, bis ich wieder dazu WIRKLICH bereit war.

2. Lasse Dich niemals von Kleinigkeiten unterkriegen

Die zweite Lektion, der ich mir im Nachhinein bewusst geworden bin, war, mich nicht von Kleinigkeiten unterkriegen zu lassen. Ich hatte am Anfang dieses Blogs NULL Ahnung von CSS und all dem drum herum. Also musste ich mir alles selbst beibringen. Dabei stehe ich noch gerade am Anfang. Youtube und Google machen es möglich:-).

Das Theme, das ich zum Beispiel hier benutze, war bereits ein vorgefertigtes von WordPress. Alles, was ich machen musste, waren noch einige Anpassungen, um mein ästhetisches Auge zu befriedigen. Ich saß also an einem Tag etwa 4 Std dran bis ich endlich herausfand, wie man auf CSS diesen großen Buchstaben am Anfang eines jeden Absatzes, der bereits in dem Theme eingestellt war, entfernen kann. (Die Videos bei Youtube behandeln eben nicht immer jede Kleinigkeit)

Nun, bevor ich endlich herausfand, dass ich dafür nur ein verflixtes Häckchen in einem versteckten Kästchen zu entfernen brauchte, war ich schon kurz vor der Frustrationsschwelle. Letztendlich war dies aber auch ein kleiner Erfolg, der mich auf meinem Weg weitergebracht hat.

Beim Start meines ersten Blogs haben mich solche Vorfälle ganz schön viel Energie gekostet und mich jedes Mal daran zweifeln lassen, ob ich überhaupt noch weitermachen sollte.

Heute weiß ich, dass es solche Kleinigkeiten immer geben wird – UND NEIN, sie sind KEIN Zeichen dafür, dass man vielleicht doch eine andere Richtung einschlagen sollte!!!

Wenn DU also auch einmal so einen Moment haben solltest, dann erinnere dich daran, WOFÜR du es tust und lasse dich nicht von solchen Kleinigkeiten unterkriegen. Einfach weiter machen.

3. Finde DEINE Zielgruppe

Für die einen mag dies selbstverständlich klingen – war es für mich aber beim Start meines ersten Blogs nicht. Ich wollte ALLE ansprechen. Ich verstand noch nicht, dass jeder sein eigenes Tempo – aber vor allem seine eigene Wahrheit hat.

Von daher ist es auch verständlich (heute auch für mich), dass man mit seinen Texten niemals alle von derselben Stelle abholen kann. Und das sollte man auch gar nicht erst versuchen, weil man dadurch in die Gefahr gerät

  1. am Ende gar kein Gehör zu finden
  2. die Authentizität seiner Texte zu verlieren
  3. sich selbst zu verlieren.

Also mache nicht denselben Fehler und mache es gleich richtig: Definiere deine Zielgruppe so umfassend wie möglich. Welche Interessen hat sie? Wie jung/alt ist sie? Welche Ziele hat sie? Vor welchen Herausforderungen steht sie?

Gehe dabei so sehr ins Detail wie möglich. Denn das hilft auch dir selbst, dich genauer zu positionieren und für dich herauszufinden, was du wirklich willst.

4. Akzeptiere dich selbst und andere, wie sie sind

Nun ja. Das ist wohl eine der schwierigsten Lektionen, mit der wir uns wohl alle früher oder später befassen müssen. Sofern wir uns der Aufgabe widmen, mehr Frieden und Gelassenheit in unserem Leben zu integrieren.

Andere zu akzeptieren, wie sie sind – auch dann, wenn sie urteilen oder gar mich verurteilten, ist mir sehr lange schwer gefallen. Schließlich hatte ich mich selbst jeden Tag in irgendeiner Hinsicht verurteilt. Natürlich fiel es mir dann schwer, die Urteile der anderen bei ihnen zu lassen und es nicht zu meiner persönlichen Realität werden zu lassen.

Zum anderen fing ich sehr früh an, mich mit spirituellen Themen zu befassen und mich von dem Drang, erst materielle Errungenschaften erzielen zu müssen, um glücklich zu sein, zu lösen, während sich andere in meiner Umgebung noch stark an materiellen Werten orientierten. Ich stelle diesen Vergleich nicht deshalb auf, um wieder zu urteilen. Ich möchte nur damit sagen, dass ich lange damit zu kämpfen hatte, von anderen für das, was ich bin, angenommen zu werden. Aber mindestens genauso schwer fiel es mir auch andere anzunehmen – gerade dann, wenn sie für meine „spirituellen Höhenflüge“, von denen ich manchmal so begeistert erzählt habe, nicht empfänglich waren:-).

Zu lernen, andere zu akzeptieren, wie sie sind und ihre Eigenarten wertzuschätzen, ist eines der größten Geschenke, die wir uns selbst machen können. Denn dadurch lernen wir auch automatisch uns selbst zu akzeptieren und wertzuschätzen.

5. Höre niemals auf.

An Dich zu glauben. GROSS zu träumen. Deine Ziele zu verfolgen. Dass zu tun, was dich glücklich macht. Höre einfach niemals auf. Wieso ich das sage?

Weil ich selbst für eine lange Zeit aufgehört hatte zu träumen, Wünsche zu haben, mir GROSSE Ziele zu setzen und an mich zu glauben.

Irgendwann hatte ich einfach damit aufgehört, weil ich enttäuscht war, nicht erreicht zu haben, was ich erreichen wollte. Ich hatte mich irgendwann einfach mit weniger zufrieden gegeben und wagte es auch gar nicht mehr, groß zu träumen. So groß war meine Angst vor Enttäuschung.

Dazu führten mehrere Dinge – nicht nur das „Scheitern“ meines Blogs allein. Wieso ich das aber auch in diesem Kontext erwähne, liegt daran, dass ich auch nach meinem ersten Blog für eine lange Zeit die Idee über das Bloggen aufgegeben hatte. Ich redete mir ein, dass mir das einfach nicht liegt. Und außerdem gab es so viele, die es besser konnten.

Doch eines Tages merkte ich, dass mich dieser Gedanke einfach nicht in Ruhe ließ. Egal, wie viele Gründe ich fand es nicht zu tun. Ein Teil von mir brannte so sehr dafür, dass es irgendwann ziemlich schmerzhaft wurde, nicht darauf zu hören. So wurde mir klar, dass ich diesen Weg erneut beschreiten muss.

Und eines wurde ich mir dabei noch klar: Die Angst vor Enttäuschung ist völlig überflüssig. Denn enttäuschen wir uns nicht selbst dadurch, dass wir nicht das tun, was uns glücklich macht?

Es kann also nur besser werden. Und jeder Verlust ist in Wahrheit eine dazugewonnene Erfahrung, die uns ein Stückchen stärker und vielleicht auch ein bisschen weiser macht.

6. FANGE EINFACH AN

Um also wieder zum ersten Punkt zurückzukommen: Wenn Du deinen Traum verwirklichen willst, sei es auch „nur“ einen eigenen Blog zu starten, wie es bei mir der Fall war, dann denke nicht zu viel nach und fange einfach an. Jedes große Ganze besteht aus vielen kleinen Einzelteilen und jedes große Ziel beginnt mit einem ersten Schritt.

Ich habe dieses Projekt lange vor mich hergeschoben, da ich mir immer wieder darüber Gedanken machte, wie ich wohl am besten anfange. Und am Ende fing ich gar nicht an und verlor nur noch mehr Zeit.

Mache dir so klar wie möglich, was du erreichen möchtest und beginne einfach mit einem ersten kleinen Schritt, indem du es dir zum Beispiel aufschreibst. Diese Fragen können dir dabei helfen:

  1. Was möchte ich erreichen?
  2. Warum möchte ich das erreichen?
  3. Warum glaube ich, dass ich das erreichen kann? (Welche Fähigkeiten, Kenntnisse oder Erfahrungen bringe ich mit?)

Achte dabei stets, wie du dich fühlst und orientiere dich an den Gedanken und Ideen, die sich für dich am besten anfühlen. Lasse dir dabei Zeit und zwinge dich nicht alles auf einmal erreichen zu müssen. Setze dir kleine Ziele und feiere jeden kleinen Erfolg.

So, das war jetzt erst einmal genug für den Anfang:-). Wenn Du jetzt noch mehr Tipps für erfolgreiches Bloggen haben möchtest, dann kann ich Dir diese ausführliche Liste von Blogmojo ans Herz legen.

Marta

 

 

 

 

 

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