Fast 28 Jahre lang habe ich gebraucht, um endlich zu verstehen, dass meine Berufung nicht etwas ist, dass „irgendwo da draußen“ auf mich wartet in Form eines passenden Jobs. Sondern dass „Berufung zu leben“ vielmehr bedeutet: SICH SELBST immer mehr in seiner höchsten und wahrhaftigsten Form zu leben.
Lass mich dich in meine Geschichte einführen, wie ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin und warum du deine eigene Berufung erst dann wirklich finden und leben wirst, wenn du dich selbst gefunden hast und lebst!

„Irgendwo da draußen wartet etwas Größeres auf mich“

Berufung zu leben heißt: dich selbst zu leben!

Erkennst du dich in diesem Glaubenssatz wieder? Seit meiner Kindheit, ich war etwa 4 Jahre alt, hatte ich andauernd dieses subtile Gefühl, dass es da „etwas Größeres“ gibt, das auf mich wartet oder mich zu sich ruft. Als Kind konnte ich dieses Gefühl nicht richtig identifizieren und dem einen Namen geben, doch was ich sicher wusste war, dass dieses Gefühl ECHT war und es mich solange verfolgen würde bis ich es nicht verstanden und seinem Ruf gefolgt bin.
Heute ist es für mich ganz klar, dass dieses Gefühl nicht nur eine kindliche Einbildung war, sondern eine Kraft, die größer ist als ich (nenne es höheres Selbst, Gott, Seele, Universum…) – und die so stark war, dass ich meistens gar nicht anders konnte, als ihr zu folgen, zu wachsen und stets danach zu streben, „eins“ mit ihr zu sein.

Mit den Jahren jedoch, verlor ich dieses Gefühl irgendwie aus den Augen. 

Seit dem Tag, ich war 9, an dem sich meine Eltern trennten, meine Mutter ihre Leidenschaft aufgab, um als Altenpflegehelferin uns Kinder zu versorgen, und mein Vater nach Kroatien zog, erkannte ich, dass mein Leben nicht nur aus mystischen Phänomenen, Wundern, fesselnden Naturwelten, undurchdringbaren Fantasien und freundlichen Erwachsenen – kurz gesagt: einer heilen Welt – sondern auch aus „Problemen“ besteht, die mich als Kind mehr und mehr aus meinem Paradies herauszogen und mich für die „kahle, triviale Welt“ vorbereiteten, aus der ich als Erwachsene keine Wahl haben würde auszubrechen.
Deshalb war eine strenge Vorbereitung auf diese Welt von höchster Priorität! („Um auch ja nicht zu versagen“, wie es mein Vater mir und meinem Bruder oft drohte) Solange wir als Familie zusammenlebten, zwang uns mein Vater, jeden Sonntag in die Kirche zu gehen (und an den strafenden Gott zu glauben^^). Und als Grundschülerin spürte ich oft den Druck meines Vaters, außergewöhnliche Leistungen erbringen zu müssen, um von ihm Anerkennung zu bekommen. Da ich jedoch weder in Mathe, noch in Deutsch oder Geschichte das Gefühl hatte, „außergewöhnlich“ sein zu können, fühlte ich mich zu kreativen Fächern, in denen es „keine Regeln“ gab, viel mehr hingezogen.
So entstand der Wunsch in mir, Künstlerin zu sein und eines Tages Kunst zu studieren. …bis mein Vater eines Tages sagte: „Kunst hat keine Perspektive! Du musst was mit Wirtschaft machen!“ Damit fühlte ich mich plötzlich gezwungen, einen Weg zu gehen, auf den ich mich nie eingestellt hatte. Je mehr ich mich innerlich auf eine „Welt der Wirtschaft“ einstellte, die in meinen Augen nichts spirituelles, mystisches, wundervolles an sich hatte – und in die ich bald „gezwungen“ war einzutauchen und mein Leben in dieser zu verbringen, zerbrach Stück für Stück eine buchstäblich WUNDER-volle Welt für mich, die aus Seele, Emotionen und Faszination bestand. MEINE WELT, in der ich war, die ich wirklich war…

Wie ich MICH SELBST aus den Augen verlor…

Bald fing ich an, jeglichen aufkommenden Impulsen und meiner eigenen Kreativität zu trotzen. Denn nun war ich davon überzeugt, es würde keinen Sinn mehr machen, diesen Impulsen nachzugehen. „Hat ja eh keine Perspektive“. Ich malte zwar auch weiterhin ab und zu neue Bilder, doch nur in begrenztem Maß und ich selbst mochte sie wohl aus obigem Grund auch selbst nie, da sie in dieser Welt eh keinen Wert hätten. 
Auf diese Weise brachte ich mir selbst unbewusst bei, dass meine inneren Impulse keine Bedeutung in dieser Welt haben. Wichtig sei, was der Verstand sagt und wie gut meine wirtschaftlichen, analytischen, rationalen Fähigkeiten seien – denn diese, „und nur ausschließlich diese“, seien in dieser Welt wichtig und führen zu Erfolg. (Und ich stelle das kursiv, weil ich damit diesen Irrglauben nochmals betonen möchte).
Mit 14 entschied ich mich also für die Wirtschaftsschule, ging den Wirtschaftszweig, bildete mich danach als Fremdsprachenkorrespondentin aus, besuchte anschließend nochmal 2 Jahre lang die BOS (natürlich Wirtschaftszweig) und studierte im Anschluss, wie es mein Vater dann in seinen späteren Jahren für mich wollte: Tourismus Management. Und erst jetzt im Nachhinein merke ich, wie ich in all diesen Jahren stets jemand war, die ich nicht war. Ich konnte meine Fähigkeiten und wundervollen Gaben nie voll und ganz leben und zum Ausdruck bringen, da mir andere Dinge, die mir von anderen eingeredet wurden (Eltern, Lehrern, usw.) stets wichtiger erschienen, als meiner eigenen Kreativität und meinem Herzen zu folgen.

Ich vergaß was es bedeutet, der eigenen Wahrheit zu folgen.

Nein, vielmehr noch: Ich vermisste es nicht einmal. Denn ich wusste ja gar nicht, dass es DAS war, was mir mein Leben lang fehlte. Ich wusste nicht, dass all mein Unglücklich-Sein und gefühlt mein Leben lang Innerlich-zerrissen-Sein aus dem ein und einzigen Grund herrührte, dass ich mein Herz und meine Wahrheit verleugnet hatte. Ich wurde nicht dazu erzogen, meinem Herzen zu folgen. Vielmehr musste ich als Kind den Weg gehen, den mein Vater für mich vorsah. (Und ich sage das nicht aus Schuldzuweisung oder weil ich mich beklagen möchte, sondern weil ich mich in letzter Zeit immer mehr dazu gerufen fühle, meine Geschichte zu erzählen, weil vielleicht gerade DU die oder derjenige bist, der oder die sie hören muss.)
Natürlich weiß ich heute, dass mein Vater mich über alles liebte, auch, wenn er es nie zeigen konnte. Er bleibt immer Teil meines Herzens. Er ist jetzt in der bedingungslosen Liebe und ich weiß, dass er mich jetzt an dem Ort, wo er ist, nicht mehr aus den Augen seines verletzten Egos, sondern aus den Augen der liebenden Seele betrachtet. Aber als Kinder nehmen wir nun einmal bedingungslos die Dinge an, die uns gesagt werden und hinterfragen die Verhaltensweisen unserer Eltern nicht. Klar – das würde für uns auch den Tod bedeuten. Wir verstehen alles, was unsere Eltern tun und sagen, als Ausdruck ihrer Liebe – selbst dann, wenn es uns schadet. Dann lernen wir eben, dass wir die Liebe nur in Menschen finden, die uns schaden – und mit denen, die uns wahrhaft lieben, wissen wir dann nicht umzugehen, und wir verletzen sie – obwohl wir uns tief in uns nach genau dieser bedingungslosen Art von Liebe sehnen. Und das sage ich aus eigener Erfahrung…

Wahrheit zu leben heißt: Verletzbar sein.

Deshalb gehört es auch zu meinen größten Aufgaben, meinen Selbstschutz immer wieder zu überwinden und mich für die bedingungslose Liebe zu öffnen. Und dies können wir tun, indem wir uns immer wieder Wege suchen, in die eigene Verletzbarkeit zu gehen. Ob durch radikal ehrliche Kommunikation mit uns selbst und in unseren Beziehungen – oder durch den wahrhaftigen Selbstausdruck in sozialen Medien – was ich als noch eine weitere Stufe der Verletzbarkeit sehe, da es eine der größten Selbstüberwindungen ist, sich selbst in der Öffentlichkeit wahrhaft zu zeigen, ohne Rücksicht auf Verluste. Wir konfrontieren uns damit mit unserer Angst vor Ablehnung, riskieren es, nicht geliebt und angenommen zu werden und schlimmstenfalls nicht dazuzugehören, obwohl das Bedürfnis nach Zugehörigkeit eines unserer natürlichsten menschlichen Triebe ist.
Doch die Belohnung, die wir erhalten, wenn wir uns verletzbar zeigen, ist die Befreiung des wahren Selbst. Und ist es nicht das, wonach wir uns alle (unbewusst/bewusst) sehnen? Uns selbst in unserer höchsten Form zu leben und frei auszudrücken, ohne Angst vor Ablehnung?

Wie ich meine Berufung fand

Berufung zu leben heißt: SICH SLBST zu leben!

In dem Jahrzehnt – wahrscheinlich zwischen meinem 14. und 26. Lebensjahr –  in dem ich lernte mich an meine äußere Welt anzupassen, da ich früh lernte, dass es für meine innere Welt keinen Platz gab, war da zwar immer noch dieses eine frühe Gefühl aus der Kindheit. Doch jetzt war es nicht mehr so klar und stark wie damals. Jetzt fühlte es sich immer mehr wie eine schmerzhafte Sehnsucht an, deren Botschaft mir jahrelang verschleiert blieb.
Ich fühlte mich lange als lebte ich zwischen zwei Welten. Da war zum einen diese Sehnsucht nach mehr – nach einem Leben, das größter und bedeutungsvoller war als das Leben, kontrolliert von Ämtern, Unternehmen und Gesellschaftsnormen, in das mich all die Jahre hineinpressen musste. Je mehr Jobs und Erfahrungen ich in dieser „trivialen“ Welt machte, die nur aus Zahlen, Daten und Fakten zu bestehen schien, desto mehr begann ich mich nach einer Aufgabe zu sehnen, die mich aus tiefsten Herzen erfüllt und in der MEINE INNERE WELT wieder eine Rolle spielt.
Ich hörte nie auf daran zu glauben, dass es so etwas wie meine „Berufung“ gab – auch, wenn mir meine Familie als auch mein Umfeld stets versuchte einzureden, dass ich aufhören solle zu träumen und es diese Aufgabe nicht gibt. An meine Berufung zu glauben war mein Antrieb. Dieser Glaube gab mir die Kraft all die Jahre einen Weg zu gehen, der gegen mein Herz sprach. Ich sagte mir immer wieder, dass ich diese Erfahrungen machen müsse, um noch mehr Klarheit über meine Berufung zu gewinnen. Dies war ein Trost, als ich noch in einem dieser stickigen, mit Teppichböden-bedeckten Großraumbüros saß und in denen ich mich nur selten auf meine Aufgaben fokussieren konnte, da ich innerlich mit nichts anderem beschäftigt war, als mich dem starken inneren Drang zu widersetzen, ausbrechen und endlich hoch hinaus fliegen zu wollen.

Sei DU die Veränderung, die du dir wünschst.

Nachdem ich innerhalb von 10 Jahren in mehr als 20 verschiedenen Unternehmen in verschiedensten „Rollen“ tätig war von der Service- und Reinigungskraft über Geschäftsführungs-Assistenz bis hin zur Redakteurin – wurde mir endlich eines klar: dass ich die Berufung, nach der ich mein Leben lang suchte, niemals in einer vorgegebenen AUFGABENROLLE finden würde. 
Und schon gar nicht würde ich diese finden, wenn ich weiterhin mein Leben lang Pfade beschreite, die von anderen beschreitet worden sind und Wege gehe, die mir von anderen eingeredet wurden. Nein, ich erkannte endlich, dass ich meine Berufung – die Aufgabe, die mich aus tiefsten Herzen erfüllt und in der ich ICH SELBST sein und in der meine innere Welt von großem Wert sei – erst dann finden würde, wenn ich beginne ICH SELBST ZU SEIN und meine INNERE WELT ZU LEBEN.
So entstand erstmalig dieser Blog, den ich VONINNENHERAUS nannte. Und mein Motiv dabei war: Meine innere Welt ANGSTFREI und verletzbar zu leben, um endlich frei und ohne Rücksicht auf Verluste MICH SELBST in dieser Welt leben zu können und damit MIR SELBST den Platz zu geben, nach dem ich mich ein Leben lang sehnte!

Wenn ich aus diesem Weg zum Thema Berufung etwas gelernt habe, dann das: Je mehr wir uns erlauben, unseren Impulsen zu folgen und die werden, die wir wahrhaft sind, indem wir mehr und mehr in unsere Verletzbarkeit gehen und unsere Wahrheit leben, desto mehr offenbart sich uns auch unsere wahre Bestimmung.

Mein Fazit

Das, was mein Leben heute als selbstständige Coach, Mentorin und Webdesignerin – aber unabhängig von den Etikettierungen: ALS KREATIVER FREIER GEIST – so erfüllt und aufregend macht, ist das unaufhörliche Streben nach Authentizität von innen heraus – das Streben nach der höchsten und wahrhaftigsten Form meiner Selbst – stets neugierig auf die nächste Aufgabe, in der sich mein Selbst noch ein Stück mehr ausdrücken und damit in seiner höchsten Kraft ein Stück mehr verwirklichen kann.
Ich bin unerschütterlich davon überzeugt: Gehen wir alle diesen Weg – nämlich unseren EIGENEN – und setzen unsere Authentizität, Freiheit und Verwirklichung als 1. inneres Ziel, ist es uns GARANTIERT, dass wir auch unsere Bestimmung finden und das Leben von innen heraus entfalten werden, das uns aus tiefsten Herzen mit Freude erfüllt. …Nicht, weil ich das so sage, sondern weil es das universelle Gesetz so vorgesehen hat: Was wir im Inneren Erschaffen, das erschaffen wir auch im Außen.
Heute Coach und Mentorin zu sein bedeutet für mich, aus meiner teils oft bitteren Vergangenheit eine süße Zukunft für mich selbst als auch für andere mit-zuerschaffen. Denn wir alle leben hier auf dieser Erde in Ko-Kreation. Zu nichts weniger fühlt sich mein Herz gerufen, als in die wahrhaftige Verbindung mit anderen Menschen zu gehen, weil Beziehungen die höchste Form sind, in der wir erkennen können, wer wir wahrhaft sind.

Bist du bereit, deine Einzigartigkeit und Schöpferkraft zu entfesseln?

Dann lass uns zusammenarbeiten!
In meinem 3-monatigen Mentoring-Programm begleite ich dich liebevoll, bestimmt und ehrlich durch deine Tiefentransformation in ein Leben, für das du morgens gerne aufwachst, in dem deine innere Freude nicht mehr von äußeren Umständen oder anderen Menschen abhängig ist und in dem du EIGENMÄCHTIG und in tiefen Vertrauen FÜR DICH und deine Träume gehst. Du lernst die universellen Gesetze kennen, die Schritte der bewussten Kreation und bekommst verschiedenste Methoden, Tools und Werkzeuge an die Hand, die GARANTIERT Freude machen und durch die du von innen heraus und egal wo du gerade stehst dein Leben bewusster, selbstermächtigter, leichter und erfüllter gestalten kannst, um das Leben in deiner Herzensfreude & Freiheit anzuziehen, das du dir wünschst!
Lese dir auch durch, was meine bisherigen Teilnehmer*innen zu der Arbeit mit mir und zum Programm sagen und bewirb dich jetzt für unsere gemeinsame Reise❤️
Ich freu mich schon auf Dich!

In tiefer Liebe von innen heraus,
Marta

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