In 5 Schritten zur Berufung - Erkenne deine 3 wichtigsten Werte
Komme in Deine Berufung!

In 5 Schritten zur Berufung: Warum du deine 3 wichtigsten Werte verinnerlichen musst

Letzte Woche habe ich eine Beitragsserie über die 5 Schritte zur Berufung gestartet. Dabei ging es im ersten Schritt darum, dein verborgenes Potential zu entdecken. Und zwar nicht irgendwo „da draußen“. Sondern in deiner größten Angst. Indem du dir über diese bewusst wirst und mit ihr arbeitest, statt sie zu umgehen und die Botschaft zu ignorieren, die sie dir versucht zu übermitteln.

Die Erkenntnis über die eigene Berufung ist für viele ein jahrelanger Prozess. Und das ist es auch für mich gewesen. Aber kennst du das? Manchmal ist es genau dieser eine bestimmte Satz oder ein bestimmtes Wort, das den entscheidenden Schalter in uns umlegt und plötzlich erkennen wir, dass wir uns näher am Ziel befinden, als wir jemals dachten. Diese Chance möchte ich dir nicht vorenthalten – und deshalb habe ich es dennoch gewagt, ein so großes Thema in so eine kleine Beitragsserie zu „quetschen“:-).

Schritt 2: Verinnerliche deine 3 wichtigsten Werte

Kommen wir also zum zweiten Schritt. Um aber eines noch vorab zu betonen – es gibt hier natürlich keine Reihenfolge: vielleicht hast du den 2. Schritt bereits hinter dir und musst erst noch den 1. Schritt durchgehen. Vielleicht bist du dir auch bereits über deine Werte bewusst. Dann ist dieser Artikel nicht an dich gerichtet. Aber du kannst ihn trotzdem weiterlesen und vielleicht bekommst du ja die ein oder andere neue Idee, die dir in deiner momentanen Situation weiterhilft.

Welche Rolle Authentizität bei der Suche nach unseren Werten spielt und warum es OK ist, dass du nicht weißt, was du willst

Soweit ich mich erinnere, bin ich die ersten 25 Jahre meines Lebens völlig „wertelos“ durchs Leben gegangen. Ich dachte mir oft, „wie sollte ich auch jemals in so einem jungen Alter wissen, was ich will, wenn ich doch noch gar nicht die Zeit hatte, die nötigen Erfahrungen zu machen?!„.*

Wie können wir das überhaupt von einem so jungen Menschen erwarten?! Das ist doch eigentlich absurd! Findest du nicht?

Warum ich dir das erzähle? 

Bevor wir uns über unsere Stärken klar werden können, müssen wir bereit sein, unsere Schwächen anzunehmen. Im übertragenen Sinne: Bevor wir uns über unsere Werte klar werden können, müssen wir aufhören, uns zu verurteilen, dass wir „immer noch“ keinen Plan haben, was wir vom Leben wollen – OBWOHL wir schon 25, 26, 30, ja vielleicht sogar Ü40 sind! Denn wir können die Lösung nicht aus der energetischen Ebene des Problems finden. Wir müssen uns erst „nach oben“ schwingen, um auf die Ebene der Lösung zu kommen.

Dabei hat mir die oben genannte Erklärung* immer sehr geholfen. Denn es fühlte sich gut an, so zu denken. Ich war in Harmonie mit dieser Erklärung. Also behielt ich diese Überzeugung auch als meine innere Wahrheit.

Mir war damals noch nicht bewusst, dass EBEN NICHT jeder danach strebt, seine Gedanken und Gefühle ständig in Einklang zu bringen, weil er oder sie das zu sein versucht, was man „authentisch“ nennt. Für mich ist jener Mensch authentisch, dessen Gedanken und Gefühle integer sind. Und so ein Mensch wollte ich sein. Ich wollte im Einklang mit meinen Gedanken und Gefühlen leben. Denn lange genug habe ich daran gelitten, dass mein Verstand mir das eine sagte, während mein Herz etwas anderes wollte. Ich wusste, dass das die Quelle meines Leids war.

Was ich aber nicht wusste, war, dass genau darin einer meiner wichtigsten Werte verborgen lag. Nämlich: Wahrheit. Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sind Werte, auf die ich auch in Beziehungen mit Menschen zu aller erst achte: Ist das wahr, worüber dieser Mensch spricht? Fühlt es sich für mich stimmig an? Ist es wahr, was er mir verspricht? Kommt mir das Verhalten dieses Menschen stimmig vor? Oder gibt er nur vor, jemand zu sein? Kann ich ihm trauen?

Genau in solchen inneren Prozessen, die meist unbewusst in uns stattfinden, liegen unsere Werte verborgen. Wir erkennen sie nur oft nicht, da wir davon ausgehen, dass jeder das so macht, wie wir es machen; jeder so fühlt, wie wir fühlen; und ja schließlich jeder so denkt, wie wir denken. Gerade als Hochsensible haben wir mit dieser Abgrenzung oft Schwierigkeiten.

Deshalb müssen wir uns endlich darüber klar werden, dass NIEMAND so ist, wie der oder die andere. Wenn wir das verinnerlichen, wird es uns auch leichter fallen, unsere Stärken anzuerkennen und durch sie zu unseren Werten hindurch zu dringen.

Was ist Dir wirklich wichtig?

Wenn uns jemand fragt, was uns wichtig ist, antworten wir oft: Meine Gesundheit. Meine Familie. Die Gesundheit meiner Familie. Mein Partner. Ein Dach über dem Kopf zu haben. Jeden Tag zu Essen zu haben. Meine Freunde/Freundinnen. usw. Daran ist auch  nichts verkehrt, aber vielleicht merkst du auch selbst, dass dir diese Antwort nicht wirklich viel über DICH SELBST verrät.

Vielmehr solltest du diese Frage so verstehen:

  • Was ist dieser eine Grund ist, weshalb du unglücklich in der Arbeit bist? Wonach sehnst du dich? … Ist es womöglich die Unabhängigkeit?
  • Welches Gefühl versuchst du wehmütig immer wieder herbei zu schwören, wenn du tagträumst? … Ist es die Unbeschwertheit?
  • Was ist diese eine Sache, die du an Menschen so sehr schätzt? Ist es ihre Authentizität? Und was regt dich an ihnen am meisten auf? Vielleicht Unehrlichkeit?

Finde heraus, was dir WIRKLICH wichtig ist. Daran erkennst du deine Werte.

Was aber, wenn ich mehr als 3 Werte herausgefunden habe?

Warum ich dir empfehle, dir über deine drei wichtigsten Werte klar zu werden, ist, dass es dir ja schließlich wieder nichts bringen würde, wenn du 30 verschiedene Dinge entdeckst, die dir wichtig sind. Es ist wichtig, hier zu priorisieren. Denn nur so können wir uns über die Essenz unserer Berufung klar werden.

Wenn du also beispielsweise 30 verschiedene Attribute gefunden hast, die dir wichtig sind, dann tue Folgendes: 

Schreibe alle Attribute der Reihe nach auf ein Blatt und stelle sie gegenüber. Zum Beispiel: Ehrlichkeit ist mir wichtiger als Freundlichkeit. Dann scheidet Freundlichkeit schon mal aus. Bleiben nur noch 29. Versuche tatsächlich bis auf DREI zu kommen:-). Einfach ist es nicht, ich weiß. Aber es ist auch eine spielerische Möglichkeit, sich selbst näher zu kommen.

Wenn du deine drei wichtigsten Attribute gefunden hast, dann bist du schon einmal einen RIESEN Schritt weitergekommen! Denn nun weißt du, woran du dich immer grob orientieren kannst. Jetzt kannst du dich vor jeder Entscheidung fragen: Entspricht diese Entscheidung meinen Werten? Erfüllt dieser Weg meine Werte? Wenn nicht, dann sagst du dir ganz leicht und vorurteilslos: Mag sein, dass dieser Weg die Werte und Interessen der anderen erfüllt – für mich jedoch ist ein anderer bestimmt. Einer, der meinen Werten entspricht. Und das ist gut so.

 

Ich hoffe, dass dir dieser Artikel weitergeholfen hat und wenn du Anregungen dazu hast, freue ich mich über deinen Kommentar! Nächste Woche informiere ich dich über den 3 Schritt! Wenn du darüber auf dem Laufenden bleiben möchtest, dann abonniere meinen Blog. Übrigens: Auf Facebook gibt es meine Gruppe zum Blog, der du beitreten kannst. Dort können wir uns untereinander zu diesem Thema austauschen. 

Marta

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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