Warum wir uns erlauben sollten, uns selbst in unserer vollen Pracht zu leben!

Erlaube Dir, Dich in Deiner vollen Pracht zu leben! Ein Appell an die Einzigartigkeit.

Ich habe jetzt schon so viele Artikel darüber geschrieben, was uns davon abhält, uns in unserer wahren Größe zu zeigen. Ich habe über die Zweifel geschrieben, die mit diesem Weg verbunden sind; darüber, dass wir loslassen dürfen, um die Version unserer selbst zu sein, die wir sein wollen. Und darüber, wann wir mit unserer inneren Wahrheit nach außen gehen sollten. Aber ich hatte noch keinen Artikel darüber geschrieben, warum wir uns eigentlich in unserer vollen Pracht leben und auch zeigen sollten und was wir tun können, um diesen Schutzwall aus Eis in uns selbst endlich zu brechen.

Und da ist er nun: Mein Appell an alle Herzensfolger, an alle mutigen Sucher und Visionäre, an alle Selbstverwirklichungs-Strebende und alle Krieger*innen da draußen, die im Namen der Liebe Großes wagen (wollen) und mit ihrer Botschaft in die Welt gehen – An alle, die (immer noch) ihr Licht dimmen, weil sie glauben, ihr Gedanke, andere nicht kränken zu wollen, sei edel. Genau das haben sie uns beigebracht: dass es gut sei, sich „klein“ zu machen, weil wir nur so überleben (mit anderen Worten: dazugehören, akzeptiert, geliebt und versorgt werden).

Dimmst Du immer noch Dein Licht?

Dann ist dieser Appell an Dich. 

Es war ungefähr im Oktober 2019. Ich erinnere mich noch, wie ich meine Mentorin und liebgewonnene Freundin Anja anrief (ich lernte sie 2018 nach meinem Studium in einem staatlich geförderten Berufsneuorientierungs-Coaching kennen – sie war meine Sozialpädagogin) und ihr ins Telefon jammerte, dass ich mich nicht traue, diesen einen ersten Post auf Facebook zu veröffentlichen, weil ich niemandem meine Meinung „unter die Nase reiben“ wollte.

Jahrelang schlummerte in mir der Wunsch, mich eines Tages durch einen Blog „endlich zu zeigen“. Und ich war so nah dran wie noch nie! Es ging nur noch darum, das letzte Eis zu brechen und einfach loszulegen – nach dem Motto: „Wem´s nicht gefällt, muss es ja nicht lesen!“ Aber dieses Motto auch wirklich umzusetzen und zu leben war oft viel schwieriger als gedacht! „Was sollten diejenigen denken, die mich von dieser Seite noch gar nicht kannten?!“ „Und überhaupt – was sollten all „die Anderen“ denken?“…

Sich zu zeigen bedeutet GROSSES zu wagen.

Ja, wir dürfen uns ruhig einmal selbst auf die Schultern klopfen, wenn wir es dann doch geschafft haben, diese Ängste zu überwinden und die Message einfach rauszuhauen – komme, was wolle! Es ist schließlich ein GROSSER Schritt, sich in seiner vollen Pracht zu leben und zu zeigen – wenn nicht einer der größten Schritte überhaupt in unserem Leben. Denn er setzt voraus, uns mit unserer eigenen Verletzbarkeit auseinanderzusetzen. Und dies IST ein großer Schritt.

Wer sich mit seiner eigenen Verletzbarkeit auseinandersetzt, konfrontiert sich mit seinen tiefsten Ängsten Auge um Auge:

Wir lassen uns nicht mehr von unserer Scham verfolgen – jetzt verfolgen wir unsere Scham. Wir treffen sie dort, an jenem Punkt in unserem Leben, wenn es darum geht, für uns selbst einzustehen und den Mund aufzumachen. Wir treffen sie dort, an jener Ecke, wo es darum geht, zu „verlieren“ oder unsere „Schwäche“ zuzugeben. Wir treffen sie in unseren Beziehungen, wenn es darum geht, sich aufrichtig zu entschuldigen. Wir treffen sie inmitten der Situationen, die von uns fordern, unser Können unter Beweis zu stellen – in Bewerbungsgesprächen, in Präsentationen, im Job…

Scham kann uns an jeder Ecke lauern. Und sie vermehrt sich; wird immer lauter und stärker, sofern wir sie ignorieren. Sie verführt uns dazu, uns kleiner zu machen als wir sind, um von anderen gemocht zu werden. Sie verführt uns dazu, schön in unserer sicheren Stube zu bleiben, wo es warm und gemütlich ist. Dort kann uns nichts passieren: „Lieber nichts riskieren – denn sonst könnten wir die warme Stube verlieren„, droht sie uns, die Scham, mit erhobenem Zeigefinger. Und wir glauben ihr, oft, ohne zu merken, dass sie es war, die uns eingeredet hat, lieber nichts zu riskieren. Denn Scham ist manchmal gekleidet als die Vernunft – und wir DENKEN, es sei vernünftiger, ohne zu FÜHLEN, dass wir gegen unser Herz handeln.

Warum also sich zu zeigen ein großer Schritt ist?

Sich zu zeigen, bedeutet unter anderem, entgegen jener Scham zu handeln, die oft auch als Vernunft gekleidet ist. Sie sagt uns: „Du könntest Dich verletzen; Du könntest Dich ruinieren; Dir all Deine Türen schließen…Du könntest fallen!“ Ja, manchmal hört sie sich WIRKLICH vernünftig an – deshalb ist sie manchmal so tückisch, diese Scham! Aber weißt Du was: Es gibt ein Mittel, wie wir Scham enttarnen. Und zwar mit nur einer einzigen Frage:

Handle ich gerade aus Angst oder aus Liebe?

Nicht alle werden diese Frage mögen, weil sie sich sehr „schwarz-weiß“ anhört. Und nur wenige werden sich eingestehen, wenn sie aus Angst heraus handeln (Stichwort: Scham^^). Vor allem diejenigen, die behaupten, keine Angst zu kennen.

Aber diese Frage ist so viel mehr als nur schwarz-weiß.

Denn Liebe und Angst sind in meinen Augen nur zwei „Oberbegriffe“ für unterschiedliche (nicht gegenteilige!) Bandbreiten an Emotionen (= Energies in Motion), die eben entweder in der Liebe oder in der Angst wurzeln. Eine Energie, die in der Angst wurzelt, kann zum Beispiel „Zweifel“ sein. Und noch etwas kann oft in der Angst wurzeln – (ACHTUNG: jetzt könnten sich einige Abwehrmechanismen melden): Ja, die Vernunft! Weil sie uns oft sagt, wo wir überall scheitern könnten, statt uns zu sagen, wo wir es überall schaffen könnten!

Aus der Liebe zu handeln kann heißen, nicht zu zweifeln, sondern zuversichtlich zu sein – selbst wenn die „äußeren Umstände“ noch keinen Grund zur Zuversicht geben. Aus der Liebe zu handeln kann bedeuten, sich selbst und seinen Fähigkeiten zu vertrauen, statt sich von anderen verunsichern zu lassen. Aus der Liebe heraus zu handeln kann heißen, an das Gute inmitten der Dunkelheit zu glauben – und sich von der Dunkelheit nicht mitreißen zu lassen:

Denn Angst hat eine besondere Eigenschaft – sie kann hochansteckend sein – und sind wir einmal in ihr Fettnäpfchen geraten, ist sie wie Morast, der einen runterzieht – und je mehr wir uns gegen ihn sträuben und versuchen, uns rauszuziehen, desto stärker ist seine verschlingende Wirkung. Aus der Liebe zu handeln und in unserer Liebe zu bleiben, wenn alle um uns verängstigt sind, ist deshalb ein ebenso großer Schritt, wie es auch ein großes Wagnis ist, sich mit der eigenen Angst auseinanderzusetzen.

Eines, habe ich gelernt, heißt aus der Liebe zu handeln ganz gewiss: Sich seinem Herzen zu committen. Egal wie groß die Gefahren, Ängste und Unsicherheiten sind. Es heißt, sich immer wieder zu ENTSCHEIDEN, aus der Liebe zu handeln, indem wir uns fragen: „Wer wäre ich ohne diese Angst?“ …und dann seinen EIGENEN Weg zu gehen.

Ja…und das habe ich irgendwann – spätestens an jenem Abend als ich wieder einmal Anja anrief, um sie vollzujammern – auch getan. Denn eine innere Stimme meldete sich an jenem Abend in mir, die nach Frust, Verzweiflung, Wut und Hoffnung klang:

„Hey, willst Du Dir etwa Dein Leben lang erst die Erlaubnis von anderen holen, um Deinem Herzen zu folgen?!“

BUFF! Und dann war es geschehen! „Natürlich NICHT!“, war meine Antwort zu mir selbst. Ich erkannte endlich, dass niemand anderes für mich den Weg gehen kann als ich selbst. Und es spielte auch keine Rolle, ob andere meinen Weg verstanden, ihn mochten, oder nicht. Und sowieso: Wir alle sind doch letztendlich mit unserem eigenen Weg beschäftigt. So ein großes Kirchengeläut würde es deshalb schon auch wieder nicht geben, wenn ich nun endlich den Schritt wagte, mich zu zeigen;-).

Deshalb…

Gebe Dir selbst die Erlaubnis.

Nein, warte nicht, bis Du endlich gut genug bist – weil du bereits jetzt gut genug bist und es schon immer warst! Warte nicht, bis dir andere die Erlaubnis geben, der Mensch zu sein, der Du sein willst – weil es Menschen geben wird, die tatsächlich nicht wollen werden, dass Du Dich lebst, weil Dein Licht sie zu sehr blenden könnte! Willst Du etwa auf ihre Erlaubnis warten? Warte nicht bis Du endlich diesen einen Job erst mal gekündigt hast, damit Dein Chef*in oder Deine Arbeitskolleg*innen auch „ja nichts falsches“ von Dir denken!

Nein – ganz im Gegenteil: ZEIGE DICH! Weil Du nur so erfahren wirst, ob dieser Job auch wirklich der Richtige für Dich ist; weil Du nur so erfahren wirst, ob diese Freunde auch wirklich Deine Freunde sind; weil Du nur so erfahren wirst, ob dieser Mensch an Deiner Seite Dich auch wirklich liebt und Dir den bedingungslosen Raum gibt, den Du verdienst; weil Du nur so erfahren wirst, wie es wirklich ist zugehörig und gut genug zu sein.

Weil Du nur so erfahren wirst, wie es wirklich ist, frei zu sein.

Warte nicht bis alles um Dich herum „geregelt“ und „sicher“ ist, damit Du Dich gemütlich in unsichere Gewässer begeben kannst. Denn womöglich werden sich die Dinge um Dich herum niemals regeln, bevor Du nicht letzteres getan hast. Wie wir spätestens jetzt durch Corona erfahren haben, kommt wahre Sicherheit von innen – und nicht von außen. Also: Wozu noch festhalten an etwas, das uns keine Beständigkeit versprechen kann? Wir können es morgen verlieren. Bist Du dann auch innerlich bereit zu schwimmen? 

(Ich bin tief überzeugt, dass Corona, was das angeht, unser großer Lehrer ist und war. Auch, wenn er, wie alle anderen Dinge auch im Leben, aus zwei Medaillen-Seiten besteht.)

Gebe Dir selbst endlich die Erlaubnis, das Leben zu führen, das Du schon immer führen wolltest. Weil niemand außer Dir selbst Deine Wünsche, Deine Träume, Deine Sehnsüchte, Deine Beweggründe, Deine Ängste und Deine Visionen, so gut kennt wie Du selbst. Niemand wird Dich jemals so gut verstehen wie Du selbst.

Und selbst, wenn jemand kommt und sagt: „Ich verstehe Dich und ich meine es wirklich gut mit Dir!„, dann habe im Gewissen, dass immer noch Du selbst am besten weißt, was gut für Dich ist, da es immer eine Erfahrung oder ein Zukunftsbild in Dir geben wird, von dem andere nichts wissen – und das Dich aber am meisten bewegt. Vertraue darauf.

Vertraue Dir selbst.

 

Warum wir uns selbst erlauben sollten, uns in unserer vollen Pracht zu leben!

 

Erlaube Dir, Dich selbst in Deiner vollen Pracht zu leben!

Was könnte ich noch zum Schluss sagen, außer das: Unser körperliches Dasein hier auf Erden ist nicht für immer.

Wovor hast Du also Angst?

Erlaube Dir, „Out-of-the-Box“ zu denken! Überschreite Grenzen! Stehe für Dich ein! Gehe furchtlos Deinen Weg! Egal wie sehr sie Dich klein halten wollen. Egal, wie viele Hürden sie Dir stellen. Egal, wie sehr sie Dir auch einreden wollen, dass es keine Hoffnung gibt! Egal wie schwierig es zu sein scheint. Und nein – das sind KEINE „Zeichen von Gott oder vom Leben“, dass Du es doch nicht tun solltest! (Ich kenne es nur zu gut^^)

Das Leben darf leicht sein! Und letzten Endes, wenn eines Tages alles vorbei ist, dann war es doch nur eine schöne Erfahrung, eine weitere Erinnerung, nicht:-)?

(Ich staune immer noch, wie viel Weisheit in diesem Satz steckt, den mein Bruder mir einmal am Tisch sagte, als ich ihn eines abends in einer unserer tiefgehenden Diskussionen wehmütig davon zu überzeugen versuchte, wie schwer doch meine Vergangenheit war (mit der Intention, endlich von ihm ernstgenommen zu werden:-)).)

Aber er hatte so recht: Mit einem Mal öffnete sich meine Faust und die heilende Wirkung dieser Worte floss wie durch mein Kopf hinein durch mein Herz, durch meinen Bauch, und durchspülte alles, was da noch an Groll, Reue und Wehmut war.

Letztendlich ist doch alles nur eine Erfahrung, die uns wachsen lässt…Das Leben darf leicht sein. Das Leben darf ein Spiel sein. Unsere Zeit hier ist begrenzt – wieso also alles so ernst nehmen? Ich weiß, das mag sich ziemlich „ultimativ“ anhören…aber jetzt mal Hand aufs Herz: Was hast Du zu verlieren?

…außer eine verpasste Chance, GROSSES gewagt zu haben.

Und zum Schluss möchte ich Dir noch gern etwas mitgeben, das Brené Brown in ihrem Buch „Verletzbarkeit macht stark“ zitiert hat:

 

„Es ist nicht der Kritiker, der zählt,
nicht derjenige, der aufzeigt, wie der Starke gestolpert ist
oder wo der, der Taten vollbracht hat, sie hätte besser machen können. 

Die Anerkennung gebührt dem,  der wirklich in der Arena ist;

dessen Gesicht verschmiert ist von Staub und Schweiß und Blut;
der tapfer strebt; der irrt
und wieder und wieder scheitert,
denn es gibt keine Anstrengung ohne Irrtum und Fehler;
der jedoch wirklich danach strebt,  die Taten zu vollbringen;
der die große Begeisterung kennt,
die große Hingabe,
und sich an einer würdigen Sache verausgabt;
der, im besten Fall, am Ende den Triumph der großen Leistung erfährt;
und der, im schlechtesten Fall,
wenn er scheitert,
zumindest dabei scheitert,

dass er etwas Großes gewagt hat,
so dass sein Platz niemals bei den kalten und furchtsamen Seelen sein wird,
die weder Sieg noch Niederlage kennen.“

Theodore Roosevelt

 

In diesem Sinne: Let your light shine!

Ich wünsche Dir einen wundervollen 3. Advent und eine wunderschöne Weihnachtszeit.

Alles  Liebe von innen heraus,

Marta

 

PS: Brauchst Du noch einen kleinen oder auch großen Ruck?! Kein Problem;-)

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Bildquelle: Pixabay

 

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