Geduld war immer meine Schwäche. 2020 wird sie mein Kraftquell!

„Alles, was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass ich so mein Leben verbringen möchte – nach meinem besten Vermögen mit Kräften der Inspiration zusammenzuarbeiten, die ich weder sehen noch beweisen noch beherrschen noch verstehen kann.“ – Elizabeth Gilbert, „Big Magic“

 

Mit den Kräften der Inspiration zusammenzuarbeiten – und das JEDEN TAG. Wäre das nicht wunderbar:-)? Ich bin davon überzeugt: Das ist möglich.

Nur, wäre da nicht diese Ungeduld, die uns an der Erreichung unserer Träume zweifeln lässt. Und uns letztendlich dazu treibt, doch noch umzukehren – vom Herzen zurück zur Vernunft. „Ist sicherer“. Doch was wäre, wenn wir tief darauf vertrauen würden, dass wir erreichen werden, was wir uns wünschen? Was wäre, wenn wir voller Zuversicht wären und es keine Frage wäre ob, sondern nur wann? Diese innere Einstellung hat einen Namen…

Geduld. Was für ein ekliger, konservativer Begriff – nicht wahr? Wenn mir in den letzten Jahren jemand sagte, dass „ich mich doch gedulden sollte“ – und das sagte man mir OFT – spürte ich immer gleich einen Drang, das gewünschte Objekt oder die ersehnte Situation erst Recht so schnell wie möglich haben oder erreichen zu wollen. Jedenfalls löste der gut gemeinte Rat, mich doch noch eine Weile zu gedulden, stets das Gegenteil in mir aus – noch mehr Ungeduld!

Gedulden, wieso soll ich mich bitte gedulden?! Heißt es nicht schließlich „was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen?!“. Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber ich als Widder im Horoskop stieß mit meinen Hörnen wortwörtlich sehr oft im Leben gegen die Wand – und wie so oft – vergeblich. Geduld war dann immer das öde Zauberwort, das mir immer wieder in Liedern oder Buchpassagen begegnete, als ob es von einer höheren Kraft genau an mich gerichtet gewesen wäre. Kennst Du das auch;-)?

Doch nun ist die Botschaft auch endlich bei mir angekommen:

Geduld ist (tatsächlich!) die Basis für JEDEN Erfolg

Was mich zu dieser Erkenntnis gebracht hat, ist folgende Geschichte:

Nach meinem Studium Ende 2018 nahm ich mir fest vor, mich nie wieder auf einen Beruf einzulassen, der mich unglücklich macht. Ich versprach mir selbst, mich nicht unter Druck zu setzen und so lange nach einer Stelle zu suchen, bis sich die Entscheidung auch wirklich gut anfühlte. Ich wollte nicht mehr nur aus Not oder nur, um die Erwartungen der anderen zu stillen, irgendeine Stelle annehmen – wie ich es zuvor oft tat. Jetzt war der Augenblick gekommen, endlich meinem Herzen zu folgen. Endlich konnte Ich entscheiden, wie es für mich weitergehen sollte – und nicht meine Prüfungen! Und diese Entscheidung wollte ich bewusst treffen. Wie durch schicksalhafte Fügung flatterte mir dann auch noch das folgende Zitat von Steve Jobs entgegen:

 

„Hab den Mut, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen.“

 

Und ich dachte mir: Naja, wenn sogar ein erfolgreicher Geschäftsmann – wenn nicht der erfolgreichste der Welt – von solchen Dingen, wie „dem Herzen folgen“ spricht, dann kann das ja doch nicht „so naiv“ sein, wie es der „Vernunfts-Mensch“ oft behauptet. Nun fühlte ich mich in meinem Vorhaben bestärkt und beschloss, meinem Herzen zu folgen – und das um jeden Preis!

Das war aber gar nicht so leicht – denn, was wollte mein Herz eigentlich?

Ich wusste nur, dass ich einen Job machen wollte, in dem ich viel schreiben konnte – es konnte also nur in Richtung PR gehen (dachte ich). Ich meldete mich arbeitssuchend und bewarb mich in jenem Oktober ´18 auf 40 PR-Stellen. Als mir klar wurde, dass sich meine Aussichten nur auf mies-bezahlte Praktika und Volontariate beschränkten, war es, als hätte sich das ersehnte Tor wieder geschlossen noch bevor ich es erreichte. (Alles andere erforderte mindestens 2 Jahre Berufserfahrung oder andere Qualifikationen, die ich natürlich mit meinem frisch gebackenen B.A. im Tourismus Management nicht hatte.)

Mein Plan, meinem Herzen zu folgen, geriet immer mehr in den Hintergrund. Die guten alten Zweifel klopften wieder an meine Tür und schnürten mir langsam den Atem zu. Und ich verfiel wieder in alte Muster – in die Angst, NIEMALS das zu finden, wonach ich suchte – und gleichzeitig war da auch der Druck, da ich nicht „ewig“ arbeitssuchend gemeldet sein konnte („was denken da nur die anderen?“).

30 lange Tage vergingen und immer noch kein Licht am Ende des Tunnels…

…doch was dann geschah, stärkte mein Vertrauen in das Leben – und damit meine Geduld – für immer.

Habe den Mut, deinem Herzen zu folgen!

Ich kann diese Aufforderung jetzt nur wiederholen. Denn was geschah nach den 30 Tagen, die ich in Angst und Schrecken vor Arbeit, die unglücklich macht, verbrachte? Ja, richtig – das Blatt wendete sich. Man mag es kaum glauben, aber der erste Termin mit meiner Ansprechperson beim Arbeitsamt entpuppte sich für mich als der langersehnte Lottogewinn! Auf meine Bitte, ob es nicht ein Coaching gäbe, das mir helfen könnte, mich besser in Vorstellungsgesprächen zu verkaufen (denn all die 40 Bewerbungen führten zu Absagen), bekam ich einen Teilnahmeschein für ein Coaching beim bfz. Warum ein Lottogewinn?

Weil es für mich eine Möglichkeit war, Unterstützung zu gewinnen – und Zeit, um mich selbst neu zu entdecken und herauszufinden, was mein Herz wirklich wollte. Ich vertraute darauf, dass ich dort den richtigen Menschen begegnen würde und fühlte wieder den Fluss in meinem Herzen. Es fühlte sich richtig an. Ich fühlte mich wieder leicht, zuversichtlich, freudvoll und inspiriert. Meine Sicht war endlich wieder klar. … „Willkommen im Leben Deiner Wahl„, zwinkerte mir dort am 1. Tag ein grüner Flyer mit dicker Aufschrift zu:-)…

Schließlich besuchte ich bis Mai 2019 regelmäßig meine („Pflicht-„)Coachings – mit großer Freude – und kam meinem Herzen und damit auch meinem Ziel ein großes Stück näher: Einen Job zu finden, für den ich morgens gerne aufstehe. Nach 6 Monaten war es dann soweit: Ich fand eine Stelle als Content-Marketing-Verantwortliche – bewarb mich und bekam sie! Nach weiteren 6 Monaten schaffte ich endlich den Sprung in die nebenberufliche Selbstständigkeit als Texterin – was ich mir am Anfang des Jahres niemals erträumt hätte!

Im Nachhinein war ich heilfroh über die vielen Absagen, die ich zu Beginn einstecken musste – und dass es so kam, wie es gekommen ist. Plötzlich ergab alles einen Sinn.

Warum ich dir das erzähle?

Sicher nicht, weil ich angeben oder dir „von oben herab“ von meinen Erfolgen berichten will – sondern um dir näher zu bringen, WIE WICHTIG ES IST, an deinen Träumen festzuhalten und an dich zu glauben – denn die Lösung oder die Unterstützung kann näher sein als du denkst – UND: darauf zu vertrauen, dass du genau richtig bist dort, wo du jetzt bist. Denn ich bin heute überzeugt:

Jedes Ereignis, jede Begegnung, ja sogar jede Absage und vermeintliche „Niederlage“ kann sich als dieser eine letzte Schritt zum Ziel erweisen.

Was Geduld heute für mich bedeutet

Meine Definition von Geduld hat sich definitiv geändert: Wenn mich heute jemand dazu auffordert, ich solle doch geduldig sein, empfinde ich Zuversicht und Selbst-Bejahung – statt Ekel und weitere Ungeduld. Geduld bedeutet heute für mich Vertrauen und Zuversicht, dass das Leben an meiner Seite ist – und Wissen, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert, den wir erst im Nachhinein erkennen können.

Zwar bin ich auch noch lange nicht dort, wo ich eines Tages sein will. Das haben nun einmal Zukunftsvisionen so an sich, dass sie der eigenen Entwicklung stets vorauseilen:-) Doch versuche ich im Jahr 2020 alle Ereignisse und dadurch aufkommenden Gefühle willkommen zu heißen und mich stets daran zu erinnern, dass diese nur ein Teil des Weges sind. Schließt du dich mir an?

Ich wünsche Dir für´s Jahr 2020 viel Geduld, Zuversicht und Vertrauen. Mögen sich all deine Träume verwirklichen! 

In Liebe,

Marta

 

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