in 5 schritten zur berufung

In 5 Schritten zur Berufung: Erkenne deine Stärken!

Im heutigen Schritt zur Berufung geht es darum, deine Stärken und Talente zu erkennen. Kennst du deine Stärken, weißt du auch, „wie“ du deine Berufung umsetzen kannst. In diesem Beitrag geht es also um die Frage nach dem „Wie“. Aber schauen wir uns zunächst einen kleinen Rückblick der letzten Schritte an.

Schritt 1..Schritt 2..

Im ersten Schritt ging es um das „Was“ – darum, deinen Anker zu setzen, indem du dein verborgenes Potential in deiner größten Angst erkennst. Lass mich dir dazu ein Beispiel geben: Ein Freund von mir (Mitte 20) hat nach vielen Jahren endlich den Entschluss gefasst, Kriminologie zu studieren. Das ist jahrelang sein Wunsch gewesen – auch, wenn er bis dahin noch einige Umwege gehen musste, da er den anderen glaubte, die ihm einredeten, dass dies nicht der richtige Weg für ihn sei.

Als ich ihn fragte, woher dieser Wunsch in ihm kam, antwortete er, seine größte Angst war es immer, jemand von seinen Liebsten könnte entführt werden. Ich fragte ihn, ob es tatsächlich einen Vorfall in seiner Kindheit gab oder vielleicht in seiner Bekanntschaft, denn irgendwo müsse ja die Angst herkommen. Er sagte, nein, nichts dergleichen – er wüsste selbst nicht woher diese Angst käme – aber zumindest konnte er durch sie erkennen, was er wirklich wollte. 

…Je länger er dabei seinen Wunsch unterdrückte und stattdessen die Dinge tat, die er für „vernünftiger“ hielt, desto größer wurde an anderer Stelle diese Angst – als hätte sie niemals aufgegeben, ihn daran zu erinnern, den Weg zu gehen, der für ihn bestimmt ist…

Genau um diese Art von Angst ging es im ersten Schritt. Wir alle haben sie – die einen ausgeprägter, die anderen weniger ausgeprägt. Meine größte Angst war es, mich verletzbar zu zeigen – gleichzeitig war dies mein Anreiz, trotzdem mit einem Blog zu starten und meine Geschichte zu erzählen!

Welche Angst ist es? Stelle dich ihr und finde heraus, was der Schlüssel für ihre Transformation ist. Dieses eine Studium? Diese eine Reise, von der du bereits als Kind träumtest? Dieser eine Beruf, der dir so unnahbar erscheint? Setze ein Anker und gehe diesen Weg.

Im zweiten Schritt ging es um deinen Antrieb – darum, deine 3 wichtigsten Werte zu verinnerlichen. Denn Werte sind das, was uns antreibt, was unsere Entscheidungen (unbewusst) beeinflusst; sie sind das Bedürfnis, die Sehnsucht und die Motivation, aus der unsere Wünsche und Ziele hervorkommen. Umgekehrt können wir anhand unserer Sehnsüchte, Wünsche und Ziele unsere Werte erkennen.

Vielleicht hast du oft, wie ich, das Bedürfnis, in die Berge zu gehen, weil du dich nach dem Blick in den weiten Horizont sehnst. Und vielleicht ist es dein Ziel, ortsunabhängig zu arbeiten, weil du gerne selbst über deine räumliche und zeitliche Gestaltung entscheiden möchtest.

Dann ist es wahrscheinlich, dass eines deiner wichtigsten Werte Freiheit ist. Besonders, wenn du hochsensibel bist, ist es sehr wahrscheinlich, dass dein Freiheitsempfinden ausgeprägter ist, als bei anderen. Dein Drang, aus allem, was dich in deiner Entscheidungsmacht einengt und dich in deiner Selbstentfaltung beschränkt, ist dann besonders präsent.

Wenn du dich darin wiedererkennst, solltest du dich auf jeden Fall deiner Sehnsucht hingeben und den Weg der Selbstentfaltung gehen – sonst kann das auf lange Sicht zu seelischen und gesundheitlichen Problemen führen.

Nachdem du nun das „Was“ erkannt und dieses Was durch die Verinnerlichung deiner Werte noch einmal untermauert hast, kommen wir nun zum 3. Schritt – dem „Wie“.

Schritt 3: Erkenne deine Stärken!

Dieser Schritt erklärt sich eigentlich von selbst, sofern man sich selbst die richtigen Fragen stellt:-) Und DAS ist manchmal gar nicht so einfach! Deshalb möchte ich dir in diesem Schritt einige Fragen mitgeben, die du dir selbst ausführlich mit einem Stift und einem Blatt Papier beantworten kannst:

1. Was sind die Komplimente, die du öfter bekommen hast?

Komplimente von anderen sind nicht nur schön zu hören – sie können uns auch wichtige Hinweise auf unsere Stärken geben und das, was uns als Mensch besonders macht. Erinnere dich noch einmal: Was waren die Komplimente, die  du  so im Laufe deines Lebens von anderen Menschen zu hören bekommen hast?

2. Was fällt dir besonders leicht?

Nimm auch hier einen Stift in die Hand und zähle all die Punkte auf, die dir, im Gegensatz zu anderen, besonders leicht fallen. Vielleicht ist es, andere Menschen zum Lachen zu bringen? Vielleicht ist es Aufräumen, Organisieren oder Planen? Vielleicht kannst du auch besonders gut Konzepte erstellen, Details erkennen oder Dinge auf den Punkt bringen? Schreibe alles auf – auch, wenn es dir noch so banal erscheint.

3. Was sind deine 5 größten Erfolge?

Die Erfolge, die du bisher hattest, können dir auch sehr viel über deine Stärken verraten.

  • Welche Herausforderungen hast du gelöst?
  • Wie hast du das geschafft?
  • Was war danach besser? Wem hast du damit geholfen?

Hier ist es besonders hilfreich, dir diese Fragen in einem Fließtext zu beantworten und so eine kleine Erfolgsgeschichte daraus entstehen zu lassen.

4. Was machst du besonders gern?

Welche Tätigkeit macht dir besonders Spaß? Ist es vielleicht Schreiben, Malen, Singen? Oder eine Sportart? Vielleicht ist es auch etwas spezifischeres, wie Brüche lösen oder Pflanzensamen sähen:-) Was lässt dich Zeit und Raum völlig vergessen? Oder anders gefragt: Was würdest du auch tun, wenn du nicht dafür bezahlt werden würdest?

5. Welche Aspekte machen dir in deiner Arbeit besonders Spaß?

Und zu guter Letzt: Schreibe dir alle Aspekte auf, die dir in einem beruflichen Werdegang Spaß gemacht haben – und welche nicht. Erstelle dazu eine Liste mit zwei Spalten. Schreibe links alle Aspekte auf, die dir gefallen haben – und rechts alles, was dir nicht gefiel. Das kann dann so aussehen:

Positive Aspekte

Negative Aspekte

 

  • Eigene Ideen einbringen
  • Schreiben
  • Menschen weiterhelfen
  • Wissen teilen
  • Gestalten
  • Fotografieren
  • Helle Räumlichkeiten
  • Glückliche Kollegen
  • Kommunikation auf Augenhöhe
  • Verantwortung tragen
  • Aquirieren
  • Datenlisten erstellen
  • Dunkle Teppichböden, dunkle Räume
  • Keine Pflanzen
  • Feste Arbeitszeiten
  • Kontrollwahn
  • Strenger Umgangston

 

 

Jetzt, nachdem du all diese positiven Dinge über dich selbst herausgefunden hast, stelle dir deine Berufung wie einen Korb vor, den du nun mit allen diesen Dingen füllst. Denn deine Berufung ist dein Herzensweg. Er macht Spaß und ist niemals seelisch anstrengend, egal wie viel Leistung dieser Weg von uns fordert. Nicht umsonst sagt man:

Finde eine Arbeit, die dir Spaß macht und du musst nie wieder arbeiten!“

Nun gilt es, dir über diesen „Korb“ bewusst zu werden, ihn immer weiter mit positiven Aspekten zu füllen – mit Dingen, die dir Spaß machen und neuen Erkenntnissen über deine Sehnsüchte oder Werte…Denn in dieser Beitragsserie geht es nicht nur darum, die Puzzlestücke zusammenzulegen, sondern diese auch erst einmal zu findenSammle also nun die Puzzlestücke und werfe sie alle in deinen Berufungskorb:-).

 

Vielleicht kannst du nun auch schon erahnen, worüber es im 4. und besonders im 5. Schritt gehen wird…Wenn du gespannt darauf bist, dann abonniere meinen Blog, um über die neuesten Beiträge informiert zu werden:-). Und wenn dir dieser Beitrag geholfen hast, freue ich mich über deinen Kommentar! 

Marta

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