Kennst du dein Warum?

In 5 Schritten zur Berufung: Kennst du dein persönliches „Warum“?

Hast du dir schon einmal diese Frage gestellt: Warum bin ich überhaupt hier auf dieser Welt? Was ist der Sinn meines Daseins? Und warum ausgerechnet jetzt?

Ich war lange der Überzeugung, dass der Sinn des Daseins das einfache Überleben sei. Ich war zu dieser Überzeugung gekommen, als ich mich eines Tages fragte, wie ich wohl auf diese Frage antworten würde, wenn ich irgendwo mitten in der Wüste wäre. Ohne Ablenkung vom städtischen, „künstlichen“ Leben und all den Alltagsproblemen, der Arbeit etc. In der Wüste würde es mir um nichts als ums reine Überleben gehen. Denn dort würde ich an meine körperlichen Grenzen stoßen. Dort hätte ich keinen Anlass, mir um all die „Alltagsbanalitäten“ Sorgen zu machen, um die ich mir jetzt teilweise Gedanken mache. Diese Erkenntnis übertrug ich auch auf meine gegenwärtige Realität.

Die Antwort liegt in deinem Herzen

Heute aber wundere ich mich nicht, weshalb ich fast mein ganzes Leben gekämpft habe. Letztendlich immer nur um den Frieden und ums Glücklichsein. Wäre es dann nicht sinnvoller gewesen, gleich den Frieden und das Glücklichsein als mein persönliches Warum zu definieren? Dann hätte ich vielleicht nicht andauernd dafür gekämpft, weil ich es von einer anderen Perspektive betrachtet hätte. Von einer Perspektive, dass man um etwas, das einem so oder so zusteht, nicht zu kämpfen braucht.

Und heute glaube ich auch, dass das eher der Wahrheit entspricht. Aber wir alle brauchen nun einmal diese konträren Erfahrungen, um herausfinden zu können, was wir wirklich sind und wollen.

Und eines weiß ich heute sicher: Man darf die Antwort auf solche Fragen nicht von äußeren Bedingungen abhängig machen. Denn ich befand mich nun einmal nicht in einer Wüste. Ich verleugnete damit meine gegenwärtige Situation; meine gegenwärtigen Bedürfnisse, Gefühle, Wünsche. Ich fand darin lediglich für mich eine Antwort, die meine damaligen Lebensumstände rechtfertigte.

Habe den Mut, Gewohntes zu hinterfragen

Heute aber ist der Zeitpunkt gekommen, meine Erkenntnis von damals erneut auf den Prüfstand zu legen. Denn wir befinden uns lange nicht mehr in der prähistorischen Zeit, in der ein Kampf ums Überleben durchaus gerechtfertigt war. Und ich glaube auch schon längst nicht mehr daran – wenn ich das überhaupt jemals tat – dass der Mensch nur ein biologisches Zufallsprodukt ist. Dafür ist der Mensch (das Kleine) als auch das Universum (das Große) zu vollkommen.

Und so, wie ein Baum den tiefen Sinn erfüllt, das Leben der Menschen und Tiere (Sauerstoffproduktion) zu sichern – statt nur hübsch zu sein und „für sich selbst“ zu leben – so glaube ich auch, dass unser Dasein einen tiefen Sinn hat, der im Dienen liegt – statt im Ver-dienen.

Ich konnte deshalb Geld nie als einen Motivator sehen, einen Teil von mir selbst aufzugeben, indem ich eine vorgegebene Rolle übernehme, die mir nicht erlaubt, meine wahren Potentiale zu entfalten (die wir nun einmal entfalten müssen, um anderen wirklich dienen zu können). Denke an all die Menschen, die einflussreich sind, weil sie sich auch in einem gewissen Maß „verwirklicht“ haben. Sei es durch Bücher, durch Filme, durch eine Sportart oder durch Musik.

Sie alle hatten die Gelegenheit (wenn nicht sogar das Privileg) ihre Fähigkeiten bzw. ihre Stärken über einen längeren Zeitraum zu trainieren. Oder kennst du irgendeinen Menschen, der plötzlich mit 50 erkannt hat, dass er ein begabter Künstler ist? Oder Musiker? Oder Sportler? Ich glaube, dass wir alle Stärken haben, die in uns bereits prädestiniert sind. Doch, wir müssen diese auch entfalten können und dürfen. Sonst stirbt dieser Teil in uns – und damit auch ein Teil unserer Lebensenergie.

Aber Schluss mit dem langen Gerede. Kommen wir nun zum Punkt:

Kennst DU dein Warum?

Und bist du auch sicher, dass dein Warum auch dein wahres Warum ist? Und nicht nur eine Rechtfertigung für deine Lebensumstände, wie es das für mich eine lange Zeit war?

Um dir diese Frage besser bzw. schneller beantworten zu können, habe ich dich im 2. Schritt dazu eingeladen, dich mit deinen 3 wichtigsten Werten zu beschäftigen. Denn Werte können uns bereits einiges über unser persönliches Warum verraten. Werte können zum Beispiel Freiheit, Wahrheit, Gerechtigkeit, Güte, Leidenschaft, Freude, Treue, Aufrichtigkeit, Disziplin, etc. sein.

Dein persönliches Warum kann sich dann zum Beispiel um die Erfüllung eines dieser Werte drehen:

  • Warum tust du das, was du tust? Weil du gerecht sein willst?
  • Warum hast du diesen Job und keinen anderen? Oder..warum willst du einen anderen? Weil du wieder in deine Authentizität kommen willst?
  • Welche Absichten beeinflussen dich in deinen Entscheidungen? Weil du glaubst, dass es dich frei machen wird?
  • Warum sagst du das, was du sagst? Weil du glaubst, dass es andere ihrer eigenen Wahrheit näher bringen wird?

Finde also heraus, was dein persönliches Warum ist, indem du deine Absichten und deine Werte identifizierst.

Wie du herausfinden kannst, ob das dann auch tatsächlich dein Warum ist? Indem du auf dein Gefühl achtest. Wenn es sich gut anfühlt, dann bringt es dich Dir Selbst näher und dann ist es auch deine Wahrheit. Wenn es sich nicht gut anfühlt, was du da gerade denkst, dann entfernt es dich von deinem wahren Selbst und entspricht auch nicht dem, was dir dein Herz eigentlich sagen will.

Und wenn du einmal dein Warum identifizierst hast, dann baue darauf deine Vision und erlaube dir ohne Angst davor, was andere denken könnten, diesen Weg zu gehen. … Abraham Hicks sagte einmal:

 

Das, was du WIRKLICH willst, ist auch gleichzeitig deine Bestimmung.

 

…und wer kann besser wissen, was du wirklich willst, als du selbst? Wenn du diesen Weg gehen willst, hast du keine andere Wahl, als deinen Gefühlen zu vertrauen und an dich selbst zu glauben.

Kennst Du dein Warum?

 

In Liebe,

Marta

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