Lasse los und sei der Mensch, der du sein willst

Lasse los – Und sei der Mensch, der du sein willst

„Sei Du die Veränderung, die Du dir wünschst für diese Welt“ – Mahatma Gandhi

 

Jetzt ist es endlich soweit. Endlich hat sich der aufgewirbelte Sand wieder am Meeresboden gelegt, damit ich mit dir diese Erfahrung teilen kann. Wie du vielleicht schon gelesen hast, hatte ich am Anfang des Jahres einen Beitrag über die Geduld geschrieben. Und ich muss ganz offen zugeben – ich bin immer noch manchmal sehr ungeduldig mit mir selbst…

Ich dachte oft, es liege in meiner Natur, immer alles schnell erledigen zu wollen – dem natürlichen Tempo voraus eilen zu wollen…bereits als Kind wurde ich für meine „Schnelligkeit“ gelobt. Also gewöhnte ich mir an, so weiter zu machen und diese Eigenschaft beizubehalten. Mit welchem Ziel? Endlich der Mensch sein zu können, der ich sein will – und zwar so schnell wie möglich!

Aber gerade in den letzten Tagen merkte ich, wie dieses Thema regelrecht in mir hochkochte:  „Schließlich werde ich nicht jünger“ – redete ich mir ein – „und sieh dir mal all die Persönlichkeiten in den sozialen Medien an, die so viele Menschen erreichen und wichtige Arbeit tun. Die haben schon viel mehr geschafft als du – und warte mal, ist die etwa jünger als DU?!

Jap, genau das war es, was bei mir an die Oberfläche kam…Jetzt ist es endlich raus – und kann transformiert werden.

…Erwischt du dich auch manchmal dabei, wie du die Gärten der anderen bewunderst und deine eigene junge Saat dabei völlig vergisst? Setzt du dich unter Druck, weil du denkst, noch schneller und besser sein zu müssen, um endlich ans Ziel zu kommen und der Mensch zu sein, der du sein willst?

Dann will ich Dich jetzt an etwas Wichtiges erinnern:

Du musst nicht TUN, um zu SEIN.

Ich habe mich in einer Zukunft gesehen, in der ich jeden Morgen früh aufstehe, den Sonnenaufgang mit einer Tasse Kaffee genieße und mich freudvoll an meine Arbeit mache. Doch wie sollte ich das jemals erreichen, wenn ich nicht heute schon damit anfange? Wenn ich immer noch lieber drei Mal den Wecker auf Schlummern drücke und den Sonnenaufgang lieber verschlafe? Wenn ich immer noch darauf warte bis alle Bedingungen erfüllt und alle Umstände passend sind bevor ich den Morgen achtsam verbringen und genießen kann?

Dabei müssen wir gar nicht erst unser Leben komplett verändern, um die Person zu sein, die wir sein wollen. Denn wir tragen bereits alles in uns. Was nützt es uns, wenn wir unseren Wohnort ändern, unseren Beruf wechseln oder aus einer Beziehung in die andere gehen, wenn wir uns selbst immer wieder mitnehmen?

Wir können am schönsten Ort der Welt leben oder den coolsten Job ausführen und dennoch würden wir ihn nicht als solchen wahrnehmen, solange wir immer noch unsere alten Gewohnheiten und Überzeugungen in uns tragen – solange wir uns immer noch selbst hetzen, uns einreden, perfekt sein zu müssen, uns den Kollegen unterwerfen und uns nicht erlauben, auch einfach mal abzuschalten oder frei zu nehmen, da wir uns jemandem „beweisen“ wollen.

Wir selbst erschaffen uns den Käfig. Und so, wie wir uns selbst den Käfig erschaffen können, können wir uns auch aus ihm befreien!

Lass deshalb von der Überzeugung los, dass du erst all diese Dinge erreichen musst, dich beweisen oder sonst irgendetwas leisten musst bevor du der Mensch sein kannst, der du sein willst – denn du kannst dieser Mensch auch jetzt sein – egal wo du bist und wie viel du erreicht hast. Indem du eine bewusste Entscheidung triffst. Veränderung beginnt nicht von außen, sondern von innen heraus.

  • Wie möchtest du auf die Welt blicken? Siehst du nur das Negative – oder entscheidest du dich auch manchmal einen Schritt zurückzugehen, um das Positive aus dem Geschehen oder dem Erlebten zu ziehen?
  • Wie blickst du auf deine Vergangenheit? Arme verschließend wegen all den ungewollten Dramen? Oder entscheidest du dich, aus diesen Erfahrungen wichtige Erkenntnisse zu ziehen und für dich diesen Schatz zu nutzen?
  • Wie denkst du über andere Menschen? Ist da immer noch dieser nervige Nachbar, über den du dich immer aufregen musst – oder siehst du ihn mittlerweile dankend als den Menschen, der dir den Spiegel vorhält und dir zeigt, wie Du nicht sein willst?
  • Und wie möchtest du von anderen Menschen gesehen werden? Findest du, dass dich die Menschen ungerecht behandeln und auf eine Art und Weise sehen, die gar nicht deiner Wahrheit entspricht? Oder entscheidest du dich dafür, die Meinungen der anderen als die Meinungen der anderen zu sehen – und nicht als DEINE Wahrheit?
  • Wie möchtest du über dich selbst denken – über deine Fähigkeiten, deinen Körper? Siehst du dir immer noch aktiv die erfolgreichen Leute auf Instagram & Co. an, während du dich innerlich immer mehr von dir Selbst entfernst? Oder entscheidest du dich, den Fokus wieder auf Dich zu richten und dich über den kleinen Erfolg von heute morgen zu freuen?
  • Wie möchtest du dich fühlen, wenn du morgens aufstehst und zur Arbeit gehst? Verurteilst du immer noch alle um dich herum, weil sie daran Schuld sind, dass dir deine Arbeit keinen Spaß macht? Oder siehst du auch die unangenehmen Erfahrungen als eine Chance, zu erfahren, was du NICHT willst?
  • Und wie fühlt es sich an, deine Leidenschaft zu leben? Wie fühlt es sich an, deiner Berufung zu folgen und dieser Mensch zu sein, mit dem du selbst endlich reinen Tisch gemacht hast?

…Kannst Du es fühlen? Die aufsteigende Freude? Die Klarheit, die langsam aus dem vorbeiziehenden Nebel wieder hervorkommt? Die Inspiration, die es kaum erwartet, sich auf kreative Weise auszudrücken? Die Zuversicht und Leichtigkeit, die wieder deinen ganzen Körper ausfüllt, als wäre nie etwas anderes da gewesen?

Energie folgt der Aufmerksamkeit. Und wenn wir in einer Sache frei sind, dann ist das die Entscheidung, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken möchten. Und ist das nicht bereits Grund genug, uns frei zu fühlen? Für dieses Gefühl müssen wir nicht erst jahrelang das große Konto erarbeiten. Wir können es bereits hier und jetzt in uns entdecken: Den Menschen, der wir schon immer sein wollten und der wir schon immer waren.

 

Wenn du mehr zu diesem Thema erfahren willst, dann lese auch meinen Beitrag: Motivation für 2020: Wie du deine Ziele von innen heraus erreichst!.

Was sind die Herausforderungen, denen Du immer wieder auf deinem Weg der Verwirklichung begegnest? Welche „inneren“ oder „äußeren“ Faktoren halten dich davon ab, deinen Traum bereits heute zu leben? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

 

In Liebe,

Marta

 

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