Lasse los, was du glaubst sein zu müssen – und sei wer du bist

Heute bin ich um 5:30 aufgewacht und hatte eine tiefe Eingebung. Und das Erste, was mir in den Sinn fiel, als ich dann um 9 letztendlich aufgestanden bin, war, einen Blogbeitrag über diese Eingebung zu schreiben. Der Titel verrät bereits einiges – dennoch möchte ich dir erklären, wie ich eigentlich zu dieser Einsicht kam (die du ja vielleicht nicht das erste Mal gehört hast) und was diese für mich nun im Genaueren bedeutet.

Es passiert mir selten, dass ich ohne Wecker so früh aufwache und ich mich dann auch noch hellwach und glücklich fühle. Das war für mich wirklich ein magischer Morgen heute. Ich glaube, ich hatte sogar zum ersten Mal nach langer Zeit wieder einen schönen Traum (Naja, abgesehen von diesem einen kurzen Kriegsszenario, das überhaupt nicht mit dem Rest des Traums übereinstimmte, aber lassen wir das^^). Normalerweise fühle ich mich oft bedrückt, wenn ich morgens aufwache – meistens deshalb, weil ich irgendetwas Unangenehmes geträumt habe. Üblicherweise dauert es dann aber nicht lange, bis ich mich davon überzeugt habe, dass diese Emotionen nur aufgrund des Traums da sind und die „Realität“ ja eigentlich eine ganz andere sei. (Warum das eine meiner Unterdrückungsstrategien war, dazu komme ich später noch^^) …Doch am heutigen Morgen war irgendwie alles anders. Ich lag gefühlte 30 Minuten wach im Bett und wunderte mich über mich selbst, wie klar ich war. So eine Klarheit verspüre ich normalerweise nur nach einer 7-stündigen Wanderung, wenn mein Körper schön ausgepowert ist und einen ganzen Tag lang frischen Sauerstoff bekam. Doch selbst an solchen „Auspower-Tagen“ ist dies nicht immer der Fall. Selbst dann arbeiten meine Gedanken noch weiterhin, indem sie mich entweder in die Vergangenheit oder in die Zukunft ziehen.

Heute Morgen aber, in den besagten 30 Minuten, da war alles, was ich wahrnahm, mein warmes Bett, die fernen Geräusche der A96, die alles umhüllende Stille des Morgengrauens und dieses glitzernde Gefühl der Vorfreude in mir. Aber Vorfreude auf was?

Wie ein Angler, der einen dicken Fisch an seiner Angel spürt und eilend versucht, ihn aus dem Wasser zu ziehen, versuchte ich dieses Gefühl der Vorfreude in mir  genauer zu erfassen. Nachdem ich die letzten 4 Wochen in einem betrübten Dauerzustand aufgrund meiner Perspektive auf meine berufliche Situation war (weshalb auch sonst^^?!), war es für mich tatsächlich wie ein dicker Fischfang, so unerwartet und zu einer so überraschenden Tageszeit dieses buchstäblich „be-zaubernde“ Gefühl der inneren Klarheit und Vorfreude zu spüren.

Und dann kam er – dieser Gedanke – der sich für mich wie eine tiefe Eingebung anfühlte (weil er nicht von mir zu sein schien) – und den ich nun mit Dir hier teilen möchte:

 

„Du wirst die berufliche Erfüllung, nach der du dich sehnst, finden, sobald du „DU“ bist.“

 

Wow. Ich traute meinen Gedanken nicht:-D. „Wer hat das jetzt gerade gesagt?!“ Fragte ich mich innerlich, erstaunt über diese Plötzlichkeit, mit der der Gedanke einherkam. Schließlich hatte ich doch gerade an nichts anderes gedacht als an das Bett unter meinem Körper und an die schöne Stille, die ich so magisch um mich herum wahrnahm. Und plötzlich war es, als wenn sich ein tiefes Vertrauen in den Prozess wieder in mir einzustellen schien.

Das Komische an der ganzen Sache ist (ok, komisch finde ich eigentlich nichts mehr), dass ich noch gestern auf Instagram ein Video gepostet habe, indem ich über meine etwas „beschwerliche“ Berufssituation erzählt hatte und am Ende jedoch mitteilte, dass man wieder zurück ins Vertauen gehen sollte – egal wie schwer oder aussichtslos die Situation einem erscheinen mag. Denn nur, wenn wir im Vertrauen sind, können die Dinge ihren natürlichen Lauf nehmen und es können die Manifestationen in unser Leben treten, die wir uns so lange schon wünschten – sie jedoch aufgrund unserer Zweifel unbewusst von uns „wegdrängten“. Die weitere Magie, die meinen Vormittag gerade ausfüllt, besteht für mich darin, dass ich – ebenfalls gestern – einen Post schrieb, indem ich mit euch meine (endlich) verinnerlichte Erkenntnis teilte, dass alle Antworten, die wir suchen, in uns seien. (Das Universum schickt uns immer eine Bestätigung für das, woran wir tief in uns glauben)

Doch ich will jetzt nicht wieder wegschweifen – ok, wie fange ich am besten an? Soll ich dir davon erzählen, warum ich mein Vertrauen in den Prozess verloren hatte? Warum ich meine Berufssituation so beschwerlich sah? Warum ich diesen Dauerdurchhänger hatte? Oder soll ich lieber damit anfangen, näher auf die Eingebung einzugehen? Was das eigentlich nun zu bedeuten hat? Warum ich bisher nicht Ich war – und warum ich (WIR) die berufliche Erfüllung erst dann finden werde(n), wenn ich Ich bin (bzw. wenn wir WIR sind)?

Ok, ich fange mal damit an:

Meine Suche nach beruflicher Erfüllung und das (un-)authentische Ich

Wie sich für viele, die nun meinen Blog seit längerem befolgen, vielleicht schon herauskristallisiert haben mag, ist es eines DER Lebensthemen für mich, die berufliche Erfüllung zu finden und meine Berufung zu leben.

Schon in meiner Kindheit hatte ich so gut wie immer dieses subtile/unterschwellige Gefühl, dass ich von etwas Imaginärem beobachtet werde. Ich bin sicher, einige von euch werden dieses Gefühl kennen oder sich sogar daran erinnern;-). Es fühlte sich nie furchteinflössend an – vielmehr faszinierend. Es fühlte sich an, wie etwas, das größer war als ich. Und dieses Gefühl, dass da etwas Größeres ist als ich, schien mich unentwegt zu rufen. Als Kleinkind verstand ich vieles nicht – doch wenn ich über eines sicher war, dann darüber, dass ich dieses Gefühl nicht missinterpretiert hatte.

Doch je mehr ich heranwuchs, desto mehr schien dieses damals für mich mystisch empfundene Gefühl in den Hintergrund zu rutschen. Andere Dinge traten in den Vordergrund: Die „Probleme“ der Erwachsenen. Damit miteinbegriffen ihre Erwartungen an mich, gut in der Schule sein zu müssen („da ich sonst versagen würde“), brav und immer höflich sein zu müssen („da ich sonst nicht akzeptiert werden würde“), einen anständigen Weg gehen zu müssen (was auch immer „anständig“ in ihren Köpfen zu bedeuten hatte – eines war jedoch klar: keinen künstlerischen Weg gehen zu dürfen, da dieser angeblich“keine Perspektiven“ hätte) und…Naja, jedenfalls passierte mir das, was vielen von uns passierte – das Unvermeidliche: die Ängste meiner Eltern und der Menschen aus meinem Umfeld, mit denen auch ihre strengen Erwartungen einhergingen; die Konventionen der Gesellschaft; gewünschte und unerwünschte Verhaltensregeln; Religion und die mit ihr einhergehenden Verbote/Benimmregeln; Tradition; Frauenbilder/Männerbilder etc. etc. – all diese Dinge eben, die mir irgendwie immer wieder das Gefühl gaben, nicht gut genug in dieser Welt zu sein.

Das führte dazu, dass ich ganz langsam…Schritt für Schritt vergaß, wer ich eigentlich war. Und wozu ich eigentlich hergekommen war. (Und wozu wir alle hergekommen sind!).

 

 

Meine aufsteigende Sehnsucht nach Freiheit … oder besser gesagt: der Wunsch „ICH“ sein zu dürfen!

Nachdem ich mit 17 Jahren nach meinem Einzug in die erste eigene Wohnung, dem Tod meines Vaters und nach meinem Abschluss zur Fremdsprachenkorrespondentin – ja, genau in der Reihenfolge geschah es und alles in einem sehr engem Zeitraum – einige Jahre planlos alle möglichen Jobs annahm (Zimmermädchen, Kellnerin, Einzelhandelsverkäuferin, Reinigungskraft etc.), ohne zu wissen, was ich eigentlich wollte und was ich mit mir anfangen sollte, kam irgendwann meine Mutter auf mich zu, die sich von ihrem Ex (wieder einmal;-)) getrennt hatte, um bei mir einzuziehen und mich by the way auch dazu zu überreden, mit ihr wieder zurück nach München zu ziehen.

Um nicht die ganze Geschichte auszurollen, werde ich mich kurz halten: Die planlose Suche nach dem richtigen Job ging auch in München weiter. Natürlich wieder als Reinigungskraft (der Job war gar nicht einmal so schlecht, denn ich bekam die Wohnungsschlüssel der Wohnungen und war sozusagen mein eigener Chef:-)); als Zimmermädchen (schlimmste Erfahrung überhaupt – ich sag nur: „langes, schweres, mittelalterliches, graues Kleid in Größe 46 bei gefühlten 44 Grad“; als Kellnerin – wo ich meine erste verstörende Erfahrung machte, da mich der Chef andauernd anbaggerte und gleichzeitig aber wohl meinte, er sei „ein Mann von Größe“, wenn er mir am Ende des 8-stündigen Tages ganze 50€ in die Hand drückte. (Ich war 18, naiv, wusste mich nicht zu wehren und brauchte das Geld, um mit meiner Mutter die Miete bezahlen zu können). Um nicht alle Jobs aufzuzählen, da es sonst den Umfang des Beitrages wirklich sprengen würde. Ja, ich hatte wirklich eine sehr bunte und turbulente berufliche Laufbahn.

Und nach all dieser planlosen Zeit, die ungefähr 1,5 Jahre andauerte, kam dann doch noch die Vernunft, die mich dazu brachte, mich wieder in die Schule einzuschreiben, wo ich meine mittlere Reife zum 2. Mal nachholte und mein Fachabitur absolvierte, um mich letztendlich bis zu meinem Studienabschluss in Tourismus Management „durchzukämpfen“. Mein motivierender Gedanke war dabei stets: „Wenn du das erstmal geschafft hast, dann wirst du wieder deinen Selbstwert zurückgewinnen“.

Ja – und es tat sich tatsächlich auch etwas bzw. sogar sehr vieles in mir, nachdem ich mein Studium abschloss. Ich gewann dadurch ein Stück Selbstachtung zurück. Aber nicht die Zufriedenheit mit mir selbst. Irgendwie waren da trotzdem andauernd diese zerbeißenden Selbstzweifel gepaart mit der Einstellung, mich  beruflich auf nichts weniger mehr einlassen zu wollen, als auf einen Job, der mich für diesen „Schmerzensweg“, den ich bis dato zurücklegte, auch angemessen „entschädigt“.

Mein erster richtiger Job – endlich „ICH“…oder vielleicht doch nicht?

Nachdem ich mich nach meinem Studium ein halbes Jahr lang für Volontariate in der Medienbranche und für schlecht bezahlte „Junior-Stellen“ bewarb und andauernd Absagen kassierte, war ich letztendlich im Juni 2019 sehr froh, dass alles so kam, wie es gekommen war. Denn ich bekam letztendlich eine Content Marketing Manager Stelle in einem kleinen Team, indem „Gott sei Dank“ – wenn ich das mal so sagen darf  – nicht die üblichen Konventionen und einengenden „Arbeits-Verhaltens-Normen“ herrschten. Damit meine ich einen vertrauensvollen Umgang, Home Office Regelungen und Vertrauensarbeitszeiten. Ich dachte mir: „Endlich mal unter normalen Menschen, die.. ja..wie soll ich es sagen? – menschlich sind!“. Diese Erfahrung half mir schon ungemein viel dabei, viele meiner beruflichen „Altlasten“ loszuwerden und mich davon zu überzeugen, dass Arbeit nicht immer Leid bedeutet. (wie ich das bei meiner Mutter mein Leben lang beobachtet habe)

Ich durfte endlich „Ich“ sein – denn ich bekam recht viel Verantwortung und auch viel Gestaltungsfreiheit, so wie ich es bisher noch nie erfahren hatte. Diese Erfahrung war für mich unglaublich wertvoll. Am Anfang war ich super motiviert und dachte mir: „YES – DAS IST ES!!! ENDLICH – DAS IST MEIN JOB!!!“…doch nach einiger Zeit kam die allmähliche Wendung. Ich spürte, dass es das noch immer nicht war. Es sollte nie mein Ziel sein, einen Job zu haben, in dem die Themen bereits vorgegeben sind. DAS war und ist mein Problem und Segen zugleich.

Ich hatte den tiefen Wunsch, aus eigenem Herzen heraus NEUES zu schöpfen; Selbst die Themen vorzugeben – und diese von meinem eigenen Herzen bestimmen zu lassen. Puh…wie sollte ich jemals mit dieser individuellen Anforderung eine Stelle finden, in der ich wahrlich glücklich bin? Schließlich sind alle Stellen irgendwo bereits erfunden und vorgegeben (Mein Dilemma). Und eines war auch klar: das Leben ist zu kurz – und die Arbeit nimmt zu viel Zeit des Lebens ein – als diese nicht mit Freude zu verbringen! Ich musste mich selbstständig machen!

Mein Schritt in die Selbstständigkeit – jetzt aber wirklich!…oder vielleicht immer noch nicht?

Nun ja…ich weiß, ich sag oft „nun ja“ – damit will ich ausdrücken, dass ich immer wieder euphorisch und hoffnungsvoll in eine neue berufliche Etappe hereingesprungen war und letztendlich aber immer wieder enttäuscht war, weil mir die Etappe ja IMMER NOCH NICHT die berufliche Erfüllung brachte^^.

Äh ja – NUN JA.

Ein halbes Jahr später stehe ich nun da. Ich habe darüber bereits in diesem und jenem Video gesprochen. Eifrig, zuversichtlich und voller Freude habe ich seit November 2019 diesen Blog, meine Webseite als Texterin, den Youtube-Kanal und mein erstes Online-Produkt „SOULTALKS“ aufgebaut und entwickelt. Nur, um am Ende (also heute bzw. GESTERN, den 17. Juli 2020;-)) an einen Punkt zu kommen, an dem mir klar wurde, dass ich noch so stark „ins Rad neidappn“ konnte, aber ich dadurch nicht schneller am Ziel ankommen würde. Denn irgendwann erreichen wir alle nun einmal unsere Höchstgeschwindigkeit. Wir können die Ernte einer frisch gelegten Saat nicht erzwingen. Aber genau das habe ich all die Zeit getan. Wo bleibt meine Ernte? Wo bleibt sie denn nur?  (Mit Ernte meine ich den Erfolg, der sich dadurch äußern sollte, dass ich Geld verdiene mit dem, was mich erfüllt) Diese Ungeduld scheint mir als Widder im Horoskop wohl angeboren zu sein. (Soviel zu meinem Neujahrs-Vorsatz-Beitrag: Geduld wird in 2020 meine Stärke …oder so ähnlich^^)

So! Und jetzt komme ich auch nun endlich zurück zu meiner Eingebung:-D! Ich hoffe, dass ich dir damit ein wenig Verständnis darüber verschaffen konnte, warum das alles hier für mich so ein bedeutendes oder brennendes Thema ist: Ich sehnte mich so sehr nach einem Job, in dem ich glücklich war – mit anderen Worten – in dem ich Ich sein konnte. Doch würde ich diesen Job niemals finden, solange ich meine persönliche Selbstbefreiung von einem Job abhängig machen würde!!! 

…Ich muss grad echt seufzen – was für eine Erkenntnis – nach so langer Zeit. Es mag für manche ganz banal klingen, aber das war es für mich nicht. Und ich dachte zwar auch, ich wäre mir darüber bewusst gewesen. Doch das war ich nicht. Ich verstand zum ersten Mal, WAS FÜR EINE MACHT das Unterbewusstsein auf uns überhaupt ausüben kann. (Ich merke gerade, so langsam fügt sich alles – denn auch hierzu habe ich neulich ein Video gepostet) … Kommen wir nun in den Endspurt.

Warum wir erst Wir-Selbst sein müssen, um die berufliche Erfüllung zu finden

Mal Hand aufs Herz: Wonach sehnen wir uns, wenn wir uns nach Erfüllung im Beruf bzw. unserer BERUFUNG sehnen? Ja genau – Wir sehnen uns danach, die beste, freieste und erfüllteste Version unseres Selbst zu leben. Doch verdammt nochmal! Wie sollen wir jemals diese Berufung finden, wenn wir nicht bereits schon JETZT die beste, freieste und erfüllteste Version unseres Selbst leben???

Es ist echt unfassbar komisch – denn ich hatte noch Anfang des Jahres eigentlich genau zu diesem Thema einen Beitrag geschrieben, der sogar ähnlich heißt – jedoch mit einem etwas anderen Ansatz: „Lasse los – und sei der Mensch, der du sein willst“ .. und obwohl ich diesen Beitrag selbst schrieb, scheine ich ERST JETZT wirklich zu verstehen, was ich eigentlich damit sagen wollte. (Die Zwiebel wird wohl nie zu Ende geschält, was^^) In jenem Beitrag wollte ich erklären, dass wir die Vorstellung von unserem „perfekten Selbst“ nicht auf unsere Zukunft projizieren sollten, sondern sie bereits jetzt leben sollten.

Doch heute meine ich etwas anderes – und deshalb auch der neue Titel: Wir sollten weder das eine, noch das andere tun. Weil beides mit innerem Druck und einer hohen Selbsterwartung verknüpft ist, was gerade für sensible Menschen nicht wirklich gut fürs Wohlbefinden ist. Vielmehr sollten wir komplett von der Vorstellung loslassen, wie wir zu sein haben oder sein sollten – und unserem Selbst erlauben, sich uns auf eine ganz natürliche Weise zu offenbaren. … Denn vielleicht, aber auch nur ganz vielleicht, hat das Leben etwas anderes mit uns vor:-). … Fühle doch jetzt einfach mal in dich hinein, wie es dir mit dieser Vorstellung geht. …

Und ich habe nun heute zum ersten Mal das Gefühl, zu verstehen, warum ich bis jetzt nicht die berufliche Erfüllung finden konnte. Huh – heut ist eigentlich echt ein großer Tag für mich:-D … Weil ich eine Vorstellung von mir selbst hatte, die meinem wahren Selbst überhaupt nicht entsprach.

Jetzt ist es raus, endlich. Warte Mal…nach 9 MONATEN??!!! (Ok, jetzt wird es spooky) Diese Erkenntnis war tatsächlich wie eine Geburt – und ich bekomme Gänsehaut während ich das hier schreibe. Ich wiederhole es noch einmal: Lasse von der Vorstellung los, jemand sein zu müssen, und erlaube deinem Selbst, sich dir auf ganz natürliche Weise zu offenbaren. (Lasse auch das mal kurz auf dich wirken:-))

Mein (spirituelles) Fazit

Der spirituelle Weg ist für mich nicht nur ein unentwegter Versuch, stets den höchsten Gedanken über sich selbst zu denken (woran ich immer noch viel zu oft scheitere), sondern vor allem eines: ein Weg der ständigen und erneuten Überwindung seiner tiefsten Ängste.

Ich bin immer noch nicht mein wahres Selbst. Weil ich auch meine wilden und verrückten Seiten kenne und aber immer wieder an meine persönlichen Grenzen stoße, wenn es darum geht, auch diese öffentlich zu leben. Warum? Aus dem einzigen Grund, nicht angenommen zu werden. (Da fällt mir gerade dieser Spruch von Wayne Dyer ein: Don´t die with your music still in you.“) Mir ist klar geworden, dass meine Suche nach beruflicher Erfüllung all die Zeit vor allem eines gewesen ist: die Suche nach meinem wahrhaftigen Selbst und die Überwindung der Angst, mich zu zeigen, so wie ich wahrhaftig bin. Mit all meinen Facetten. Warum es mir so wichtig ist, diese auch öffentlich zu leben? …nun ja, leben wir nicht im Grunde genommen alle die ganze Zeit in der Öffentlichkeit? Es geht mir dabei vor allem um eines: nicht mehr von anderen Menschen abhängig zu machen, wer ich bin – sondern Ich zu sein und mich selbst zu leben, unabhängig davon, was andere denken.

Ich bin immer noch nicht mein wahres Selbst – und ich wiederhole es, weil ich es doch immer gewesen bin und werde es immer sein. Doch um mein wahres Selbst herum sind all diese Schalen aus Angst, Konventionen, Normen – und besonders der einen Angst, nicht richtig zu sein bzw. nicht akzeptiert zu werden, so wie ich wirklich bin. All diese Schalen haben sich seit Anbeginn meiner Zeit hier aufgebaut. Und diese Schalen gilt es, immer weiter zu schälen und sich immer wieder erneut seinen Ängsten zu stellen; sich immer wieder neu zu überwinden; immer wieder erneut gegen die eigene Verwundbarkeit anzutreten und die eigene Scham auszuhalten. Und etwas, was ich dabei immer wieder merke: bei mir gibt es noch ganz schön viel Luft nach oben, was meine Authentizität betrifft. Die sozialen Medien sind für mich ein Geschenk, durch die ich diese Ängste überwinden kann, indem ich immer wieder etwas teile, wozu ich mich überwinden musste. Ganz nach dem Motto: tue jeden Tag etwas, was dich ängstigt.

Und dieses Geschenk möchte ich auch an andere weitergeben….ja vielleicht ist das sogar meine momentane Berufung. Denn selbst die Berufung ist kein statisches Ziel – wir alle sind zu jeder Zeit zu etwas berufen: nämlich, unsere Wahrheit zu leben und das Leben zu genießen. Es ist ein Prozess – und es bleibt immer ein Prozess. Wir denken immer, wir müssten am Ziel ankommen. Aber darum geht es nicht. Denn sobald wir an einem Ziel ankommen, merken wir im selben Augenblick, dass da noch ein anderes Ziel ist. Deshalb versuche nicht, etwas zu erzwingen oder jemand zu sein. SÄE – ja – aber lasse die Ernte auch von selbst zu dir kommen. Vertraue in den Prozess. Denn dein Unterbewusstes weiß besser, was gut für dich ist. Dein Inneres weiß bereits, wohin es gehen will. Du musst nicht immer alles wissen. Vertraue einfach darauf, dass es dein Unterbewusstsein bereits weiß. So, wie dies bei mir der Fall war: mein Unterbewusstes ging bereits all die Zeit den Weg der Selbstverwirklichung – in jedem Moment, in dem ich mutig war; in jedem Moment, in dem ich mich öffnete; in jedem Moment, in dem ich „NEIN“ sagte. Während mein Verstand die Selbstverwirklichung erzwingen wollte.

Und auch, wenn ich noch nicht an dem Punkt angelangt bin, an dem ich sagen kann: YES BABY!!! ICH VERDIENE GELD MIT DEM, WAS MICH VOM HERZEN ERFÜLLT!!! – ist es wohl meine momentane Berufung, den Weg bis dorthin mit dir zu teilen;-). Ich glaube daran. Es IST möglich. Nicht nur für mich – sondern auch für DICH. Vertraue in den Prozess.

 

So – das wars fürs heute:-). Ich mache jetzt einen Spaziergang mit meinem Hund und lasse nun die Magie von heute Morgen und diese Geburt in Form eines Blogbeitrags noch einmal in Ruhe auf mich wirken. Und wünsche Dir einen wunderbaren Tag!

In Liebe,

Marta

Und übrigens: als ich mit diesem Blogbeitrag fertig wurde, machte ich einen Spaziergang mit meinem Hund. Und als ich nach Hause kam, da sah ich auf mein Handy und sah den 18.Juli. Gänsehaut überkam mich wieder am ganzen Körper. Ich zündete eine Kerze an. Denn es ist der Geburtstag meines verstorbenen Vaters. Und ich kann nicht anders, als den Gedanken zu denken, dass die Eingebung von heute, die für mich gerade lebensverändernd ist, von ihm kam.

Danke Vater. 

 

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4 Comments

  • Lisa-Marie

    Liebe Marta,

    ich kann dir so sehr nachfühlen, was du gerade durchmachst. Deine Erkenntnis ist unbezahlbar wertvoll! Jeder muss seinen eigenen Weg zu sich finden und manche finden ihn vielleicht nie. Dennoch ist es so schön zu lesen, dass du dich auf den Weg gemacht hast – zu DIR selbst. Danke, dass du deine Erkenntnisse hier so offen und ehrlich mit uns teilst.

    Ich wünsche dir alles Gute weiterhin auf deinem Weg! Der erste Schritt ist bereits getan.

    Alles Liebe,
    Lisa-Marie

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