Von der Sehnsucht nach Freiheit zur eigenen Essenz: Mein Weg zu Soultalks

Hach ja…ich fühle mich gerade sehr inspiriert und voller Freude, diesen Beitrag mit dir zu teilen. Mir liegt gerade sehr viel am Herzen – nur merke ich gerade, dass meine Gedanken immer wieder in die nebenan liegende Küche wandern, wo mein Freund und mein Bruder laut miteinander reden und mit den Gabeln im Teller klappern. Es ist Abend. Meistens sitze ich in unserem Wohnzimmer auf der Couch, wenn ich neue Beiträge schreibe. Dort lockt mich der Blick aus dem Fenster, der mir immer wieder neue Inspiration zuflüstert, wenn ich gerade ins Stocken komme.

Ich versuche in meine Vergangenheit zu gehen und aus den Erinnerungen einige Impulse herauszuschöpfen, um dir zu verdeutlichen, woher ich komme – und wieso es für mich solch ein besonderer Meilenstein ist, dir über die Einführung von SOULTALKS zu berichten. Ich erinnere mich an den tiefen Kummer…und die Zweifel… die mich vor noch gerade einmal 4 Jahren jeden Morgen eingeholt hatten. An die hoffnungsvollen Blicke nachts aus dem Fenster – als ich in den Himmel sah und darum bat, dass sich alles zum Besseren ändern möge…

Über die Bekanntschaft mit dem Inneren…

Jetzt haben sich die lauten Gespräche aus der Küche endlich aufgelöst.^^… Als Kind beobachtete ich manchmal die Menschen in meinem Umfeld. Sie alle schienen in ihren ganz eigenen Realitäten verwickelt zu sein. Meist hatten sie irgendwelche „Probleme“, von denen ich nichts verstand. Ihre Bewegungen waren hektisch. Ich erinnere mich an meinen verstorbenen Vater, der mit seiner Brille auf dem Kopf jeden Tag am Wohnzimmertisch saß und fokussiert in die Zeitung starrte. Er suchte immer nach irgendetwas. Der Tisch war voller Papierrollen, Zeichnungen und anderen Stapeln.

Meine Mutter wiederum war in einer ganz anderen Welt. Sie nähte in ihrem Nähzimmer und auf dem Boden lagen ganz viele Schnipsel, Stoffteile und Knöpfe. Auch ich lebte in einer ganz eigenen Welt. Meine ersten „Probleme“ entstanden im Kindergarten, aus dem ich fast jeden Tag ausbrach, weil ich mich unwohl fühlte. Das Gefühl, das ich während meiner „Flucht“ aus dem Kindergarten zum Second Hand Laden meiner Mutter hatte, war dann immer sehr befreiend. Schon an jenen Tagen merkte ich, dass ich frei sein will. Frei von irgendwelchen Vorgaben, Strukturen, Regeln, Verboten, Erwartungen und Einweisungen.

Ich merkte, da war etwas in mir – oder auch außerhalb meiner Selbst – ich wusste es nicht so recht zu identifizieren – das größer war als ich selbst. Ich fühlte mich oft von etwas Imaginärem beobachtet, selbst wenn ich alleine war. Ich hatte das Gefühl, nicht alleine zu sein. (Ich glaube, viele Kinder kennen das – nur mit dem Alter vergessen sie es oft.) Es war nichts beängstigendes, sondern es löste vielmehr eine subtile Faszination in mir aus, die ich nicht greifen konnte. Man sagte mir oft, ich sei zu verträumt. Doch für mich war meine innere Welt realer als alles andere. Vielmehr dachte ich: Nicht ich bin es, die träumt;-).

Über das Getrennt-Sein vom Inneren…

Das „Größere“, das ich als Kind oft fühlte, entwickelte sich mit zunehmenden Alter in ein starkes Gefühl von Sehnsucht, das oft aus dem Nichts kam und mich traurig machte. Manchmal war die Sehnsucht so stark, dass sie zur Melancholie wurde. Und manchmal fühlte sie sich an, wie ein tiefer Schmerz des Getrennt-Seins von etwas, nach dem ich mich sehnte. Ich wusste aber nicht, was genau es war, wonach ich mich sehnte. Es war nichts Materielles. Vielmehr ein immaterieller Wert, von dem ich getrennt zu sein schien. Ein Blick in die Ferne oder in den Horizont am Meer reichte schon aus, um mich an diesen Schmerz zu erinnern. Aber in diesem Fall war es ein schöner Schmerz. Ich wollte den Moment festhalten, in ihm versinken, mit ihm verschmelzen – und gleichzeitig wusste ich aber, dass das nicht möglich ist und dass dieser vergänglich ist, was mich wiederum traurig machte.

Ich fühlte mich oft missverstanden in meinem Fühlen und Denken. Umso mehr wehrte ich mich innerlich dagegen, wenn mir jemand zu sagen pflegte, dass ich mich endlich anpassen müsse, da es nichts anderes gäbe als das, was ich sah: ein Arbeitssystem, in das wir uns „nun einmal“ alle anpassen müssen. Mit anderen Worten: Ich sollte endlich aufhören zu träumen – denn das, was ich fühlte, sei nur eine Traumwelt gewesen, die nichts mit der Realität zu tun habe.

Da mich auch die „Realität da draußen“ immer wieder in jenem „negativen“ Gedanken bestätigt hatte – zum Beispiel, indem ich Jobs ausführte, wegen denen ich jeden Morgen Bauchschmerzen hatte, zweifelte ich allmählich an meinen Gefühlen. An ALL DEM, was ich jemals erlebte und an die Art und Weise WIE ich es erlebte. Ich zweifelte an meiner Sehnsucht und an ihrer Existenzberechtigung. Ich zweifelte an dem immer wieder kehrenden Gefühl, dass da etwas Größeres sei. Ich zweifelte an all dem Leid, das ich oft fühlte – und an seiner Bedeutung. Ich zweifelte daran, dass das, was ich innerlich erlebte, überhaupt von Bedeutung war. Ich konnte meine Gefühle aber auch nicht einfach so ausknipsen. Ich konnte mich nicht „einfach so anpassen“, wie es von mir erwartet wurde. (Zumindest hatte ich das Gefühl, dass es die ganze Welt von mir erwarten würde) Die Welt „da draußen“ schien mir kahl und hart. Die Versenkung in die Innenwelt gab mir oft Geborgenheit und Zuflucht. Meine Welt war noch nicht groß genug, als dass ich hinter den Tellerrand blicken und die Möglichkeiten sehen konnte, die uns allen gegeben sind.

Unwissenheit ist oft unser größtes Leid. Das weiß ich heute. Die mögliche Zukunft, die ich für mich sah, war geprägt von den Meinungen der anderen; der strengen Meinung meines Vaters, der oft „frustrierten“ Meinung meiner Mutter (die ihre Leidenschaft aufgeben musste, als ich 6 war) und den Meinungen der Menschen, die oft selbst nichts anderes kannten, als „hart“ zu arbeiten und sich nur auf die Wochenenden zu freuen. Bitte an dieser Stelle nicht falsch verstehen: Ich selbst war auch ein Mensch, der glaubte, leiden zu müssen, um glücklich zu sein, und der sich immer nur auf die Wochenenden freute.

Heute aber weiß ich, woher jener Schmerz kam. Heute, da er mich nicht mehr einholt. Es war buchstäblich der Schmerz des Getrennt-Seins, verursacht von der Überzeugung, nicht vollkommen oder verbunden zu sein. Ich war es auch nicht – und doch war ich es die ganze Zeit. Denn wir sind niemals von unserem Inneren getrennt und doch verursachen wir aber in uns oft das Gefühl, dass wir es wären, weil wir beginnen, an unseren Gefühlen zu zweifeln – sie als weniger wichtig in einer „ach so rationalen und wirtschaftlich getriebenen“ Welt zu erachten. Mit den ersten angeeigneten Konventionen in der Grundschule, wie z.B., „Kinder, die gute Noten schreiben, sind wertvoller als Kinder, die schlechte Noten schreiben“, verlor ich immer mehr das Gefühl, mit dem Größerem verbunden zu sein.

Fremde Stimmen begannen meine innere Welt zu durchdringen. Von da an gab es nicht mehr nur mich und das „Größere“. Die Meinungen, Vergleiche, Erwartungen und Ängste, die wir dann als Kinder in uns aufnehmen, sind wie Eindringlinge, die unsere Verbindung mit unserem Ursprung benebeln. So haben wir das Gefühl, als seien wir von diesem getrennt. Anstelle des Gefühls von innerer Unbeschwertheit, Verbundenheit und Geborgenheit treten nun Zweifel, Unsicherheit, Druck, Wertlosigkeit, und Scham. Ein Gefühl des Verlassen-Seins. Ich kann nur von mir sprechen, aber ich glaube, dass auch du diesen Prozess sehr gut kennst…

Nun ja, jedenfalls kann ich heute noch eines mit Gewissheit sagen: ich weiß heute, was das „Größere“ war, das mich immer wieder rief. Und ich weiß, was mir nun jene Sehnsucht sagen wollte. Es war mein eigenes höheres Selbst, das versuchte, mich aus meiner Traumwelt zu wecken (in der ich tatsächlich lebte). Die Traumwelt bestand jedoch darin, dass ich glaubte, die Realität sei hart und kahlund dass sie nur aus dem „harten“ System bestünde, in dem es keinen Platz für emotionale und sensible Menschen gab. Es war, als versuchte mich mein höheres Selbst daran zu erinnern, woher ich wirklich kam und wer wir eigentlich wirklich sind – und dass es eine Bestimmung für uns gibt – einen Sinn in Alldem. Nur war ich noch nicht bereit, diesem „naiven und verträumten“ Gedanken, der nicht von mir zu kommen schien, zu glauben. Ich war noch zu sehr damit beschäftigt zu beobachten, was ist, statt mit dem Herzen zu sehen und mich für diese neue Sicht zu öffnen, die mir zu schön schien, als dass sie wahr sein konnte.

 

 

Die Erkenntnis, die alles änderte…

Ein Zusammenbruch 2016 hatte mir dann die Augen geöffnet. Ich verstand: entweder konnte ich weiter träumen, indem ich die Realität da draußen beobachtete und meine Gefühle von ihr abhängig machte – oder aber, ich konnte aufwachen, und meine Gefühle unabhängig von der Realität da draußen selbstbestimmt kreiren – hin zu der Realität, die ich wollte.

Ich kann nicht anders, als dies in einer solch absoluten, mahnenden Tonlage zu sagen. Denn es mir wirklich ernst, diese Erkenntnis mit dir zu teilen. In meinem größten Tiefpunkt erkannte ich, dass ich entscheiden konnte, wie ich auf die Welt „da draußen“ reagieren wollte. Und als ich mich dazu entschied, in allem einen Sinn zu sehen; in allem eine Lehre zu erkennen und als ich anfing zu begreifen, dass die Situation, in der ich lebte, genau das widerspiegelte, woran ich glaubte und wovon ich überzeugt war – erkannte ich auch, dass ich kein Opfer meiner Umstände war – und es niemals gewesen bin.

In jenem Moment fiel eine riesengroße Last von mir ab. Zum Beispiel die, dass ich glaubte, das Leben würde mich bestrafen. Oder die, dass ich glaubte, dass meine negativen Lebensumstände ein Zeichen meines niedrigen Wertes wären („Wenn ich wertvoll gewesen wäre, wieso habe ich dann so viele Probleme und wieso musste ich andauernd kämpfen?!„). Ich erkannte, dass es „da draußen“ keine höhere Macht gibt, die uns belohnt oder bestraft – oder uns die Lebensumstände zuteilt, die unserem Wert entsprechen. In der Tat glaube ich fest an etwas Höheres, doch nicht mehr auf diese Weise. Denn was wäre das für ein kleiner Gott, der es nötig hat, sich zu ärgern und zu bestrafen?

Nein – meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass wir mehr schöpferische Macht besitzen, als wir glauben. Ich glaube nicht an einen Gott, der es nötig hat, Untertanen zu haben, die ihm dienen. Vielmehr glaube ich an einen Gott, der die Größe hat, uns als seinesgleichen zu sehen. Und dennoch sage ich dies in voller Demut. Demut vor der gewaltigen, unendlichen Größe und Kraft, innerhalb der wir leben – und die es doch so gut mit uns meint, und immer an unserer Seite ist, selbst wenn wir nicht an sie glauben.

Was hat das alles nun mit SOULTALKS zu tun?

Ich weiß, wie es ist, wenn man nicht weiß, in welche Richtung man gehen soll. Man spürt: da muss doch etwas sein, das für mich bestimmt ist. Aber man kann es nicht finden – egal wo man hinschaut. Das bringt einen in Selbstzweifel, Frustration und Verzweiflung. Ich kenne das sehr gut. Ich hatte immer den großen Wunsch, innere Klarheit und Festigkeit zu finden – klar zu wissen, wo ich hin will und was mein Weg ist. Ich sehnte mich sehr danach, endlich zu erfahren, wozu ich berufen war, um endlich mit der Suche aufzuhören und „hin und her“ zu springen. Ich wollte ENDLICH wissen, was meine Aufgabe ist. Ich sehnte mich nach einem ANKER: „Das ist meine Aufgabe, hier setze ich an und diesen Pfad werde ich nie mehr verlassen.“ Zu oft sprang ich von einem Pfad auf den anderen. Ich war es leid, nicht zu wissen, wo ich hingehöre.

Doch aus all dem, was ich nicht wollte, kristallisierte sich heraus, was ich wollte. Das expressive Schreiben hat mir dabei wesentlich geholfen, Klarheit für mich zu gewinnen und ein klares Ziel zu entwickeln. Und jetzt ist es meine Herzensangelegenheit geworden, auch andere dabei zu unterstützen, ihren Anker zu finden. Ihre ESSENZ. Ihre Kernbotschaft.  Ganz besonders auf ihrem eigenen Weg in ihr achtsames und kreatives Business.  Möchtest du mehr über SOULTALKS erfahren? Dann klicke auf diesen Link.

 

„Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“ – Rumi

 

 

Alles Liebe,

Marta

Merke dir diesen Artikel auch auf Pinterest, um ihn später noch einmal in Ruhe zu lesen oder um ihn mit Freund*innen zu teilen. (Tippe dafür kurz auf die Grafik oben bis oben links der Pin it Button zum Merken erscheint)

 

 

 

 

Teile gerne diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.