Wie du negative Glaubenssätze transformierst
Lebe Dich Selbst!

Wie du negative Glaubenssätze in innere Stärke umwandeln kannst

Gastbeitrag von Samuel

 

Wie ist das in unserem Leben? Können wir mit Überzeugung sagen, dass wir uns selbst lieben? Können wir mit bedingungsloser Ehrlichkeit, uns genauso annehmen wie wir sind? Was lieben wir an uns? Was an uns macht uns so richtig stolz?

 

Loben wir uns eigentlich auch mal selbst?

 

In diesem Zusammenhang können wir den uralten Glaubenssatz „Eigenlob stinkt“ getrost ganz weit draußen in der Tiefe versenken. Wie wäre es, wenn wir ihn einfach so zu „Eigenlob stimmt!“ transformieren?!

Anstatt uns und andere zu loben, verurteilen wir uns täglich selbst. Wir zerfleischen uns durch Selbstzweifel, Selbstmitleid und Selbstverurteilungen – und Minderwertigkeitskomplexe. Das Traurige dabei ist: unsere Umwelt kann gar nicht wirklich verstehen, dass wir so selbstkritisch sind. Es liegt also nur an unserem exklusiven Weltbild. Jenes haben wir uns durch unsere Wahrnehmung über Jahre hinweg eintätowiert und betoniert.

Ausschlaggebend sind unsere Glaubenssätze. Diese Überzeugungen haben wir irgendwann einmal von anderen gehört oder uns selbst für unser eigenes Leben eingetrichtert. Je öfter wir diese wiederholen, desto tiefer gehen sie rein in unser Unterbewusstsein. Irgendwann werden sie zu unserem Bewusstsein. Sie werden zu unserer eigenen Realität. Das ist kein endliches Schicksal. Zum Glück kann man alte destruktive Glaubenssätze löschen und neue konstruktive auf die Festplatte draufspielen.

Meine Glaubenssätze waren lange: „Ich bin zu dick! Ich bin nicht männlich genug! Ich habe zu wenig Muckis! Meine Geheimratsecken und meine Platte auf dem Hinterkopf sind peinlich! Mit Anfang 20 Haarausfall, was könnten die anderen denken!? Das Leben ist unfair! Was für einen peinlichen Lebenslauf habe ich denn?!“

 

 

Wie kann man also selbstzerstörerische Glaubenssätze umpolen??

 

Der erste Schritt ist zu akzeptieren, dass diese Gedanken da sind. Wir sollten sie wahr- und ernstnehmen. Zweitens, diejenigen Dinge, welche uns stören und veränderbar sind (Bsp: Gewicht reduzieren, Lifestyle ändern), können wir in Angriff nehmen. Drittens, jene Dinge, die von uns nicht veränderbar sind (Bsp: Haarausfall, Genetik, das Denken der anderen, bisheriger Lebenslauf) sollten wir anerkennen und uns damit anfreunden, dass sie ein Teil unseres Lebens sind.

Irgendwann verändert sich unser Denken, unsere Perspektive zu den alten Glaubenssätzen. Auf einmal entdeckt man in den angeblichen Schwächen sogar so manche Vorteile. Das alles sind Erfahrungen, die unser Leben hinterher bereichern. Hier sind meine persönlichen Reaktionen auf meine festgefahrenen Glaubenssätze.

 

  •  Vorteil Übergewicht ➤ Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt unmotiviert, schwerfällig und antriebslos zu sein. Seinen Körper zu hassen und keinen Millimeter Selbstliebe zu empfinden. Wäre ich nicht übergewichtig gewesen, hätte ich mich als Fitness Coach niemals so gut in übergewichtige Kunden hineinversetzen und ihnen Vorbild und Hilfe sein dürfen.
  •  Vorteil wenig Muskelmasse ➤ Ich habe eine zeitlang versucht Muskelmasse zuzulegen, um dem Ideal eines Fitnesstrainers zu entsprechen. Aber meine Genetik gibt da nicht sehr viel her. Ich bin eher Typ „Steppenwolf“, statt Grizzly-Bär. Das ist völlig okay. Hat ein bisschen gedauert, bis ich das akzeptiert habe. Aber. Inzwischen habe ich riesige Vorteile im Lauftraining und bei Wettbewerben. Ich muss keine unnötigen schweren Muskeln mitschleppen und bin eben leichtfüßiger und ausdauernder. Entsprechend meinem Naturell. Steppenwolf eben.
  •  Vorteil Haarausfall ➤ Irgendwann kam der Punkt, an dem ich nicht mehr wollte. Ich hatte das dünne Haar, die Schneisen und Lichtungen satt. Es kam der Kahlschlag. Zu meiner Überraschung gefiel mir meine freigelegte Kopfform sogar. Heute spare ich morgens enorm Zeit, die ich für andere Dinge verwenden kann. Im Sommer kühlt der Schweiß meine Glatze. Meine Aufnahmefläche des Sonnenvitamins D habe ich zudem auch vergrößert. Ich habe jetzt nen Solarkollektor mehr auf dem Dach.
  • Vorteil unfaires Leben ➤ Ich habe den Beweis erfahren. Wer so denkt, dem passieren nur noch Dinge, die unfair erscheinen. Durch das Gesetz der Anziehung ist das die logische Konsequenz. Diese Zeit hat mich gelehrt dankbarer zu sein und zu realisieren, dass wir selbst entscheiden dürfen, wie das Leben zu uns spricht.
  •  Vorteil Lebenslauf ➤ Ich habe keinen linearen Lebenslauf. Kein von der Grundschule bis Harvard-Doktorant. Ich bin keine Karriere-Rakete! Das will ich heute auch nicht mehr sein. Meine vielen Stationen haben mich geprägt, geschliffen und helfen mir heute menschlich extrem. Wenn es anders gelaufen wäre, würde ich mit 29 Jahren jetzt Geldbündel zählen und meine Schäfchen ins Trockene bringen wollen. Die Aussicht auf eine traumhafte Zukunft wäre mir wertvoller – als eine erfüllende Gegenwart. Sicher würde ich nicht Inhalte wie diese thematisieren und mir Gedanken über Selbstliebe machen. Mein innerer Mensch kommt so definitiv mehr auf seine Kosten.

 

Alle alten Glaubenssätze sind somit Win-Win-Situationen geworden.

 

Was sind deine Glaubenssätze, die dir weismachen wollen, dass du nicht „gut genug“ bist? Fallen dir spontan welche ein? Dann schreibe sie dir am besten gleich auf und versuche, wenigstens einen positiven Aspekt daran zu finden – und wo einer ist, sind auch zwei;-)! Und wenn dir dieser Beitrag weitergeholfen hat, dann teile ihn gerne oder hinterlasse mir einen Kommentar! 

 

Samuel

 

Autoren-Steckbrief:

Samuel ist gelernter Fitnesscoach, passionierter Läufer und Werbetexter. In seinem persönlichen Blog footprints schreibt er über Persönlichkeitsentwicklung, seine Sporterfahrungen und teilt Gedanken, die ihn beschäftigen. 

 

Teile gerne diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.