Was bedeutet Spiritualität für Dich?

Was bedeutet Spiritualität für Dich? Mein Weg in die Spiritualität und was sie für mich bedeutet

Hallo lieber Leser und liebe Leserin. Keine Ahnung, wieso ich meinen Beitrag heute mit dieser förmlichen Begrüßung starte. Aber genauso spontan, wie mir heute die Idee aufgeploppt ist, über dieses Thema zu schreiben – nämlich über die Bedeutung von Spiritualität – so spontan leite ich nun auch in diesen Artikel ein. Normalerweise schreibe ich ja immer über Themen, die eher persönlicher Natur sind, und die mich auch selbst in gewisser Weise momentan beschäftigen. Natürlich ist auch dieser Artikel persönlicher Natur, da ich immer nur aus meiner subjektiven Sicht schreibe und nie für jedermann/jedefrau sprechen kann.

Nur dachte ich eben nicht, dass mich heute dieses Thema beschäftigen wird.

Eigentlich beschäftigen mich momentan vielerlei andere Themen – wie z.B. ob ich Soultalks hier auf Voninnenheraus weiter anbieten soll oder nicht / vielleicht habe ich etwas zu früh gestartet / vielleicht habe ich von meiner Kreativität zu früh gefordert, dass sie finanziell für mich aufkommt…und sie damit ein wenig „eingeengt“. Vielleicht habe ich Soultalks aus einem falschen Motiv heraus gestartet – nämlich nicht aus meiner tiefsten Seele heraus, sondern vielmehr aus einem „Ego-Wunsch“…aber das soll jetzt auch nicht Thema dieses Artikels sein…Wobei es sicherlich auch hier einen Zusammenhang mit der heutigen Frage „Was Spiritualität für Dich bedeutet“ gibt.

Wie Du siehst, liebe*r Leser*in, beschäftigen mich in den letzten Wochen ganz andere Themen – und ganz besonders die Frage: „Was WILL ICH eigentlich WIRKLICH?!“ Dies ist auch der Grund, weshalb ich mich in den letzten Wochen auch gar nicht dazu gerufen fühlte, weitere Videos für meinen Kanal zu machen. Irgendwie ist das momentan nicht an der Reihe. Andere Themen stehen gerade im Vordergrund und alles muss erst seinen richtigen Platz finden. Je näher ich auf meinen 30sten zusteuere, desto mehr steigen auch gewisse Sorgen und Ängste auf, mit denen ich momentan arbeiten darf. Es hört wohl nie auf^^ Kaum dachte ich, endlich in meiner Kraft zu sein, kommen wieder neue Themen auf, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie noch in mir „aktiv“ waren und die angeschaut werden wollen. Aber es scheint, als würde ich die Tatsache, dass persönliche Entwicklung nun einmal zyklisch verläuft, immer mehr annehmen können.

Früher jubelte ich, wenn Flut war und verteufelte die Ebbe.

Doch nun scheint es, als könnte ich mich immer mehr bereits während der Ebbe auf die Flut freuen. Im übertragenen Sinne: Ich kämpfe nicht mehr so stark gegen meine negativen Gefühle und Gedanken an. Ich sehe es oft nicht mehr als ein persönliches Scheitern oder als ein Rückschritt in der persönlichen Bewusstseinsentwicklung – ganz im Gegenteil: Wachstum findet immer, in jedem Augenblick statt. Was ich konkret damit meine: Früher verurteilte ich mich oft, wenn ich „negative“ Gefühle hatte. Ich pflegte dann, über mich selbst richtende Gedanken zu denken, wie: „Verdammt nochmal, du hast doch so viele Bücher über Achtsamkeit, Selbstliebe etc. gelesen und kannst immer noch nichts davon anwenden!“ oder „Siehst Du! Du hast noch nicht ansatzweise „vergeben“ oder „genug Selbst-Mitgefühl kultiviert“, da Du ja immer noch so viel Wut, Trauer und Trotz in Dir spürst!“ 

Doch je öfter ich durch diese Zyklen gehe, desto mehr nehme ich „diesen ganzen inneren Entwicklungs-Prozess“ auch insgesamt als einen Zyklus wahr. Ich meinte früher, innere Entwicklung müsste wie eine Straße sein mit einem festen Ziel – der Erleuchtung! (Um nie wieder leiden zu müssen) Was für eine Illusion! Und genau diese Ent-Täuschung durfte ich in den letzten Wochen immer bewusster erfahren. (Neben vielen anderen Themen^^) Innere Entwicklung bedeutet also nicht, von 0 anzufangen, mit dem Ziel, endlich die 100 zu erreichen. Sie ist vielmehr wie ein Baum, der im Sommer erblüht und dessen Früchte im Winter wieder abfallen – damit er dann im Sommer erneut erblühen kann. Seine Essenz bleibt jedoch immer dieselbe. So, wie auch unsere Essenz, oder auch unsere Seele, schon immer existiert.

Und damit komme ich auch zum heutigen Thema:

Was bedeutet eigentlich Spiritualität?

Puh, jetzt habe ich ja doch noch irgendwie den Übergang geschafft:-)…denn oben hatte ich bereits angedeutet, was Spiritualität für mich bedeutet…Durch meine vermehrten Aktivitäten auf den sozialen Medien habe ich nämlich immer wieder gemerkt, dass viele Menschen mit Spiritualität immer noch Scharlatanerie, dubiose Geschäfte und „labile und verzweifelte“ Menschen verbinden, die auf jene Geschäfte reinfallen und am Ende abgezockt werden. Ich finde es sehr schade, dass der Begriff „Spiritualität“ dadurch so einen Nebengeschmack für jene gewonnen hat, die mit ihr noch nicht vertraut sind. Und weil ich auch von meiner Seite aus hier Aufklärung verschaffen wollte, habe ich mich eben spontan dazu entschieden, darüber zu schreiben.

Denn Spiritualität ist alles andere als „dubiose Esoterik“, hinter der schwarzhaarige Wahrsagerinnen stehen, die anderen Menschen eine „negative“ Zukunft prophezeien, damit sie diese letztendlich selbst durch ihre Angst anziehen. Spiritualität bedeutet auch nicht, sein Geld an Scharlatane zu verschenken, die einem versprechen, es 100fach durch überdimensionale Geistespraktiken zu vermehren. Menschen, die Heilung durch solche Praktiken versprechen, sind für mich alles andere als auf einem Bewusstseinsweg. Tut mir leid, wenn ich Dich enttäuschen muss. Spiritualität bedeutet auch nicht, eine geheime Anleitung zu haben, die Dir ermöglicht, das perfekte Traumhaus und den perfekten Traumpartner auf magische Weise ins Leben zu ziehen. Auch, wenn es natürlich viele „vielversprechende Angebote“ gibt, die Dir genau dies versprechen und sie unter dem Begriff „Spiritualität“ verkaufen.

Ja – leider wird der Begriff der Spiritualität immer noch viel zu oft missbraucht und so erweckt es den Anschein, als sei die „Spiritualität“ nur etwas für wenige Auserwählte, die im Gegensatz zu „normalen Menschen“ mit höheren Kräften verbunden sind. So ein Schwachsinn. Die Sache ist nämlich: JEDER Mensch ist mit ein und der selben höheren Kraft verbunden und hat Zugang zu dieser. In der Physik nennt man sie Äther. Im Fernöstlichen nennt man sie Chi. In der christlichen Religion nennt man sie den heiligen Geist. Und im Spirituellen nennt man sie eben Bewusstsein, Unendlichkeit oder auch Gott. Der (bewusst) spirituelle Weg (denn wir alle haben auch einen spirituellen Anteil in uns) besteht also darin, in die bewusste Verbindung mit jener Energie zu gehen – oder auch: in Verbundenheit mit Gott zu sein. Verstehe mich nicht falsch, wenn ich mir erlaube, über Gott zu sprechen. Denn ich bin sicher, dass ich ihn nicht aus seiner Natur, der bedingungslosen Liebe, durch meine Taten heraustreiben kann – im Gegensatz zu vielen Menschen, die sich bei der kleinsten Sache schon aus ihrer inneren Mitte herausholen lassen^^ Gott ist für mich bedingungslose Liebe. Er ist im Kleinsten wie auch im Größten. Im Hässlichen wie auch im Schönen. Im Dunkeln wie auch im Hellen. Er ist in mir als auch in Dir. Und ich bin in ihm und Du bist in ihm.

„Der Glaube an das Höhere ist das Fundament jeder spirituellen Praktik.“

Eine bewusste spirituelle Praktik setzt also den Glauben voraus, dass es da eine höhere Gegenwart, wie die eines Gottes oder die einer bedingungslosen Liebe gibt. Wenn wir nicht an ihre Existenz glauben, dann ist es, als würden wir unsere spirituelle Praktik auf Sand bauen. Der Glaube an das Höhere ist das Fundament jeder spiritueller Praktik. Denn wie sollten wir beispielsweise lernen uns selbst zu lieben, wenn wir nicht daran glauben, dass in uns eine innere Kraft liegt, die wir nur durch Selbstliebe freisetzen können? Wenn wir erst gar nicht daran glauben, dass in uns ein viel größeres Potenzial liegt, als wir es uns je vorgestellt haben, dann werden wir auch keine Maßnahmen ergreifen, um dieses Potenzial freizusetzen.

Und genauso ist es mit Menschen, die angeben, dass sie auf einem spirituellen Weg sind. Diese Menschen haben einfach an-erkannt, dass es etwas Höheres gibt – oft durch ein schmerzhaftes Erlebnis, in dem sie unerwartet Glück oder Gnade erlebten. Sie wussten intuitiv, dass diese Gnade nichts mit den bisher erlebten Erfahrungen und auch keinem logischen Ursachen-Wirkungs-Zusammenhang entspringt. Als wenn sie eine höhere Wahrheit erhaschten, die sie nur kurz erfühlten, doch nicht ganz mit ihrem Verstand erfassen konnten. Und kaum gerieten sie in den sanft erblühenden Genuss dieses sakralen Erlebnisses, verschwand es wieder hinter den Kulissen der sichtbaren, profanen Realität.

Ich erlebe meine Spiritualität in erster Linie, in dem ich bewusst danach bestrebt bin, in jedem Augenblick meines Lebens auf meine Gefühle zu achten, statt sie zu missachten. Spiritualität ist für mich ein stetiger Prozess der Selbst-Annahme – um mein authentisches Ich immer mehr und kraftvoller leben zu können. Und um mich selbst besser annehmen zu können, muss ich mich logischerweise auch selbst verstehen. Deshalb spielen Bücher in meinem Leben eine übergeordnete Rolle. Denn sie helfen mir, mich selbst besser zu verstehen und machen mich auf blinde Flecken in meinem Geist aufmerksam, die ich ohne sie wohl eher spät oder vielleicht gar nicht entdeckt hätte. Spirituelle Praxis besteht deshalb auch für viele aus Bildung. Man darf dies jedoch nicht mit dem Wunsch, sich selbst zu optimieren verwechseln, um in einer leistungsgetriebenen Gesellschaft besser bestehen zu können. Hier besteht oft eine besondere Gefahr. Unser spirituelles Motiv, uns persönlich weiterzubilden, sollte niemals sein „besser zu werden“, sondern uns selbst besser zu verstehen, um uns besser selbst annehmen zu können.

Warum die Selbst-Annahme so wichtig in der spirituellen Praxis ist:

Solange ich mich selbst nicht verstehe, nicht kenne und mich nicht in meinen Fehlern annehmen kann, solange werde ich diese auch verstecken; mich für sie schämen; mir Lügen ausdenken oder mich von meinem Ego dazu verleiten lassen, mich besser darzustellen als ich es bin, um andere zu verunsichern, oder um mich besser zu fühlen. Solange ich mich für meine „Schwachstellen“ nicht lieben kann, werde ich auch nicht zu ihnen stehen können und mich von anderen angegriffen fühlen, wenn sie mich auf diese ansprechen. Solange ich mich nicht voll und ganz annehmen kann, solange werde ich mich auch mit anderen vergleichen und mich gleichzeitig schlecht fühlen – und so werde ich in diesem Moment auch meine Gefühle missachten und an mir zweifeln – was alles andere als zielführend und bestärkend ist.

Wenn ich lerne, mich selbst anzunehmen, lerne ich auch automatisch andere in ihrem Anders-Sein anzunehmen, ohne sie zu verurteilen. Denn was geschieht, wenn ich andere verurteile? Ich tue nicht ihnen etwas, sondern mir selbst. Es tut mir nicht gut, andere zu verurteilen. Hand aufs Herz, fühlst Du Dich etwa gut dabei? Ich möchte das nicht. Ich möchte gut über andere Menschen denken und stets das Gute in ihnen erkennen. Ich möchte den Täter von seiner Tat unterscheiden können. Und wenn ich etwas verurteile, dann möchte ich seine Tat verurteilen, doch nicht den Täter selbst. Und überhaupt: meist liegen wir sowieso falsch, wenn wir andere verurteilen. Fast immer kennen wir gar nicht die wahren Beweggründe, die Menschen zu ihrem Handeln treiben. Doch, wenn wir sie kennen würden – wenn wir wüssten, dass dahinter ihrer eigene Verletzung, ihre Scham, ihre Angst liegt – könnten wir sie dann immer noch verurteilen?

„Echte Spiritualität ist harte und aufrichtige Arbeit an uns selbst.“

Je mehr wir uns selbst in unserer Angst und in unserer Verletzbarkeit annehmen, desto mehr können wir diese auch in anderen Menschen sehen. Folglich sehen wir nicht mehr Arroganz, sondern Unsicherheit, und können nicht anders, als Mitgefühl, statt Groll ihnen gegenüber zu empfinden. Und wieder tun wir nicht ihnen damit einen Gefallen, sondern uns selbst. Weil wir ein weiteres kleines Stück unseres Lebens mit Mitgefühl, statt mit Hass gefüllt haben.

Und wäre es nicht wunderbar, ein Leben in Mitgefühl für andere, statt in Groll, Neid und Ungunst zu verbringen? Diese Gefühle lassen uns nur altern, sie machen uns krank und unglücklich und widersprechen unserer wahren Natur. Denn wir alle sind Kinder des Universums, ausgestattet mit allem, was wir brauchen, um unser individuelles Glück zu gestalten; und beschenkt mit der Fähigkeit zu fühlen, die schönen Seiten des Lebens zu erfahren und Liebe zu erleben. Doch um diese Seiten des Lebens zu erfahren und um uns selbst als solche zu erfahren, brauchen wir nun einmal auch die Dunkelheit, die Ebbe, die Dürre und sogar den Tod. Es geht nicht ohne sie. Deshalb sollte Ziel der Spiritualität auch nicht sein, die dunklen Seiten unseres Lebens völlig auszulöschen, um in Freude und Wohlstand zu baden. Echte Spiritualität ist harte und aufrichtige Arbeit an uns selbst. Sie erfordert radikale Ehrlichkeit, die Bereitschaft sich selbst zu reflektieren und sich eigene Fehler einzugestehen; sie erfordert die Bereitschaft, sich aufrichtig zu entschuldigen und zu verzeihen, wenn dies vom Leben gefordert wird. Spiritualität bedeutet, selbst im Profanen das Sakrale zu entdecken, statt es aus einem Hochmut als etwas Niederes abzustempeln. Denn heißt es nicht – Gott ist überall?

Und genau das heißt Spiritualität auch: Gott in allem zu erkennen. Und die Dunkelheit nicht mehr länger von uns wegzudrängen.

 

spiritualität

 

Der mystische Aspekt der Spiritualität

Und damit komme ich auch zum letzten Teil dieses Beitrags, dem ich doch noch eine Bedeutung zukommen lassen möchte. Denn wer sich einmal bewusst dem spirituellen Weg hingibt, wird bemerkt haben, dass es kein Zurück mehr gibt. Ab jetzt geht es immer nur tiefer…und tiefer. Vielleicht sind wir an dieser Stelle bereits in unserer Meditationspraxis vertieft und haben die ein oder andere transzendentale Erfahrung gemacht, die unsere Neugier für das Unsichtbare geweckt hat. Zumindest war dies so bei mir.

Ich glaube in der Tat an Dinge, die sich der Menschenverstand nicht erklären kann. In meiner Realität habe ich diese Dinge auch oft genug erlebt. Wie z.B. Synchronizitäten, die ich als unmissverständliche Antwort auf meine innere Fragen erhielt. 2016 zum Beispiel, als mit einer schmerzhaften Trennung mein inneres Erwachen ins Rollen kam, sehnte ich mich innerlich danach, „die Wahrheit“ zu finden. Ich war eine wahrhaftige Wahrheitssuchende:-). Und als ich diese Frage ganz konkret in meinem Inneren ausformulierte, geschah es bei einem Spaziergang mit meinem Hund, dass ich auf der Straße einen kleinen zertretenen Zettel fand, den wohl sonst niemand außer mir beachtet hätte – und auf diesem stand ein Zitat von Paul Claudel: Die Wahrheit ist dort, wo die meiste Freude ist.

Nach dieser Offenbarung, die ich ganz eindeutig als eine solche erlebte, überwältigte mich ein Gefühl von grenzenloser Dankbarkeit, da ich für mich nun sicher war, dass die Wahrheit, nach der ich suchte, nicht im Außen zu finden war – und ich mir demzufolge auch gar nicht mehr die Mühe und Anstrengung geben brauchte, von einem Umfeld ins andere zu wechseln. Sondern ich konnte in aller Ruhe dort wo ich war innerlich ankommen und zum ersten Mal inneren Einklang verspüren. Ich wusste intuitiv, dass dieser innere erlebte Einklang meiner wahren Natur am ehesten entspricht. Seitdem strebe ich nach innerem Einklang – nach Authentizität – und das ist wohl der größte Teil meiner spirituellen Praxis. Denn ich habe für mich erkannt, nur, wenn ich in meinem inneren Einklang bin, sehe ich die Dinge klar und bin fähig, das Leben und andere Menschen mit Liebe, statt aus Angst heraus zu betrachten.

„Ja, ich glaube an eine höhere Kraft, an Gott, an seine Boten und an Geistführer.“

Doch um wieder zum mystischen Erlebnis von vorhin zu kommen: Ja, ich glaube an eine höhere Kraft, an Gott, an seine Boten und an Geistführer. Wir alle haben sie. Und sie alle warten nur darauf, uns den Weg zu weisen, wenn wir nur bereit sind, uns für sie zu öffnen. Woher nähme ich mir auch das Recht zu glauben, etwas, das unendlich viel größer ist als ich, mit meinem Verstand erfassen zu können? In der Tat glaube ich deshalb an Kräfte und Energien, die über den menschlichen Verstand hinausgehen. Genauso wie ich an göttliche Wesenheiten glaube. Die Natur hat vielleicht uns Menschen, Tiere und Pflanzen erschaffen. Aber wenn wir uns fragen, was eigentlich die treibende Kraft ist, die die Natur unermüdlich erschafft, dann vermögen sich einem größere Dimensionen zu eröffnen, die wir dann auch unmittelbar erfahren werden.

Wir können es nur durch ein Gefühl erfahren – weder durch empirische Statistik, noch mit unserem bloßen Auge. Und das Fundament unserer Erfahrung ist unser Glaube – der sich mit der Erfahrung nicht mehr nur als Torheit, sondern als Weisheit herausstellt.

Wir können das Unsichtbare und Mystische nur erfahren, wenn wir auch daran glauben. Denn unser freier Wille soll uns erhalten bleiben. Wir können selbst entscheiden, wie wir unseren (spirituellen) Weg gestalten möchten und inwiefern wir uns für höhere Dimensionen öffnen möchten. Ich für mich habe entschieden, stets offen und innerlich bereit zu sein, etwas oder Informationen zu empfangen, die mich auf meinem Weg weiterbringen. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich meinen Verstand außer Acht lasse. Es geht um ein stetiges Abwägen von Gefühl und Verstand. Das ist wichtig, um nicht auf die Verlockungen, die sich hinter dem Kostüm der Spiritualität verbergen, hereinzufallen.

Fazit

Und damit möchte ich nun auch Dich dazu einladen, Dich zu fragen: Was bedeutet Spiritualität für Dich? Welches Ziel verfolgst Du durch spirituelle Praxis? Und dann lade ich Dich auch dazu ein, Dir nochmals radikal ehrliche Gedanken über jenes Ziel zu machen. Stammt es aus der Tiefe Deiner Seele? Oder vielleicht doch aus einem Ego-Prestige-Gedanken? Was bringt Dir Deine Spiritualität? Inwiefern schafft sie einen emotionalen Mehrwert für Dich?

Denn eines sollten wir im Hinterkopf behalten: Spiritualität sollte nicht zum Ziel haben, dem Alltag zu entfliehen und sich in die Leichtigkeit höherer Sphären zu begeben, wo uns schnelles Glück und die Auslöschung all unserer Probleme versprochen wird! Ganz im Gegenteil: Spiritualität ist die mutige und bewusste Auseinandersetzung mit unseren „Problemen“; die bewusst erlebte Verletzbarkeit und der aufrichtige Wunsch sich selbst und andere zu verstehen. Und jemand, der sich bewusst seinen Herausforderungen stellt und seinen Alltag mit klarem Kopf meistert, der vermag der spirituellste unter allen zu sein, ohne es überhaupt zu wissen.

 

In Liebe,

Marta

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Quelle Beitragsbild:

Canva Pro

 

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