Was uns davon abhält, uns in unserer vollen Größe zu zeigen

In den letzten Tagen habe ich mich ganz besonders mit einem Thema beschäftigt: mit den Glaubenssätzen, die mich immer noch davon abhalten, mich selbst in meiner vollen Kraft und Größe zu leben. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, einen Blogbeitrag über die vergangenen Erkenntnisse zu schreiben und ich hoffe, dass er auch dir auf deinem Weg hilfreiche Impulse geben wird. Denn eines merke ich gerade in der „Leistungsgesellschaft“, in der wir leben, immer wieder : dass viele von uns sich viel zu oft kleiner machen als sie sind.

Gerade dieses „Sich-kleiner-Machen“ als man ist, ist auch eines meiner großen „Lebensthemen“, aus dem auch unter anderem dieser Blog entsprungen ist. In diesem geht es letztendlich auch darum, sich selbst zu ERMÄCHTIGEN und sich die Erlaubnis zu geben, FREI und GLÜCKLICH zu sein. Frei zu sein, das Leben zu führen, dass du möchtest; Frei zu sein, deine Träume zu verwirklichen; Frei zu sein, DU SELBST zu sein.

Die größte Angst, die mich davon abhielt, „ICH“ zu sein

Das ist wohl eindeutig die Angst vor Verletzbarkeit.

Lass mich dir dazu kurz meine Vorgeschichte erzählen. Der Wunsch, diesen Blog entstehen zu lassen, existierte in mir beispielsweise bereits lange Zeit davor. Ich glaube, ich muss um die 25 Jahre alt gewesen sein (also vor 4 Jahren..meine Güte, so lange ist das eigentlich gar nicht her^^). Doch dadurch, dass ich mich so gut wie mein ganzes Leben lang wie ein Alien fühlte (weil ich damals noch nichts von meiner Hochsensibilität wusste, worüber ich übrigens auch schon einen Artikel geschrieben habe) und nirgendwo so richtig das Gefühl hatte, dazuzugehören, erforderte es großen Mut, mich mit meiner Sichtweise über die Welt und mit meiner Wahrheit in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Außerdem war ich mir darüber bewusst, dass meine Sichtweise über die Welt nicht unbedingt der Norm entspricht und ich bei vielen Menschen damit auf Kritik stoßen könnte. Auch hierüber hatte ich einen fetten destruktiven Glaubenssatz in mir herum getragen, der etwas mit den (damals noch) weit verbreiteten Vorurteilen und belächelnden Kritik gegenüber „Esoterik“ zu tun hatte.

Weitere Glaubenssätze, die mich davon abhielten, mich zu zeigen, waren unter anderem: „Ich bin nicht richtig wie ich bin“; „Ich könnte auf Ablehnung stoßen“; „Wenn ich mich zeige, werde alle gegen mich sein“; „Ich muss meinen Mund weiterhin halten, um geliebt zu werden“; „Nur wenn ich lieb und brav bin, werde ich geliebt“; „Deine Meinung interessiert keinen“; „WAS GLAUBST DU EIGENTLICH WER DU BIST?!“

Vielleicht hast du dich ja in dem ein oder anderen wiedergefunden. Wie dem auch sei – es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass all diese Glaubenssätze auf einer Lüge basieren und nichts mit der Wahrheit zu tun haben.

 

 

Wenn der Wunsch SICH ZU LEBEN größer ist als die Angst, nicht angenommen zu werden

Ein paar Mal hatte ich bereits an einer eigenen Webseite herumgeschraubt (Erstversuch war vor 4 Jahren) – doch immer wieder hielten mich diverse Ängste davon ab, einen Schritt weiterzugehen und es einfach zu MACHEN. Ich dachte oft, ob es nicht besser wäre, lieber in meiner sicheren Höhle zu bleiben, wo mich keiner sieht, niemand über mich urteilen kann und wo ich sicher vor Konflikten bin. Und leider gewannen auch meist meine Ängste.

Doch irgendwann wurde der Wunsch es zu tun so stark, dass ich mich wie ein Korken in einer Sektflasche fühlte, der kurz davor war, herauszuplatzen. Ich unterdrückte den Wunsch so gut es ging …noch weitere 3 Jahre! Bis ich endlich zu der Erkenntnis kam, dass ich entweder weiterhin mein Leben mit der unerfüllten Sehnsucht verbringen konnte – oder aber mich dieser Sehnsucht hingeben konnte mit dem Preis, dass andere es eben vielleicht nicht so toll finden, was ich tue. Ich habe mich für letzteres entschieden. Und das war wohl die beste und befreiendste Entscheidung, die ich je getroffen hatte. Dabei hat mir das Buch „Die Macht der Unvollkommenheit“ von Brené Brown sehr auf diesem Weg in die eigene Verletzbarkeit geholfen.

Erlaube dir, in deine volle Größe zu treten!

Nun ist auch bei mir bereits einige Zeit vergangen und die Angst vor Verletzbarkeit ist zwar immer noch da – und ich glaube, diese wird auch immer in einem gewissen und gesunden Maß da sein. Jedoch nicht mehr als „Angst“, sondern vielmehr als eine Art „Prüf-Filter auf die eigene Wahrheit“, durch den ich meine Worte siebe, bevor ich sie ausspreche. Denn es ist mir wichtig, bei meiner Wahrheit zu bleiben bei allem, was ich tue und sage.

Und wenn du meinen Blog schon seit längerem liest, gehe ich schwer davon aus, dass du auch hochsensibel bist und danach strebst, dich selbst zu verwirklichen. Dann wird höchstwahrscheinlich auch für dich die Integrität mit deinem Inneren einen sehr hohen Stellenwert in deinem Leben haben. Nicht nur, weil Integrität (oder auch innerer Einklang) glücklich macht, sondern weil wir auch viel leichter die Dinge in unserem Leben anziehen oder verwirklichen, die wir uns wünschen. Das liegt meiner Selbst-Wahrnehmung nach daran, dass unsere unterbewussten Glaubenssätze in diesem Fall eher mit unserem Normal-Bewusstsein übereinstimmen und wir damit weniger blockierende Energien in unserem Bewusstseinsfeld haben.

Meiner Wahrnehmung nach führt die Arbeit an der eigenen Integrität und Authentizität zu einer Bereinigung des eigenen Energiefeldes und so ziehen wir auch „höher schwingende“ Erlebnisse und Dinge rascher in unser Leben, da diese nicht mehr von negativen oder niedrig-schwingenden Glaubenssätzen blockiert werden. Aber jetzt schweife ich gerade ab:-) … wobei…ich vielleicht gar nicht so sehr mit meinen Äußerungen über die Energiearbeit abgeschweift bin, wie ich dachte. Denn schließlich geht es in diesem Beitrag ja darum, immer mehr in die eigene Kraft zu treten und alle Anteile seiner Persönlichkeit zu leben! Und damit habe ich mich soeben ein Stückchen mehr offenbart. Denn auch in mir ist oder war wie bei so vielen der Glaubenssatz aktiv, mich nicht allzu sehr von meiner spirituellen Seite zeigen zu dürfen. Nun sei deshalb auch hier ein kleiner erster Schritt in diese Richtung getan.. wenn auch nur ein ganz kleiner;-).

Aber ich werde mich darum bemühen, in meinen zukünftigen Blogbeiträgen – und auch in meinen anderen Kanälen – nun auch den spirituellen Anteil meiner Persönlichkeit mehr LEBEN zu lassen. Und ich möchte auch Dich nun dazu einladen, dich einmal selbst zu fragen, wo du dich vielleicht selbst noch kleiner hältst als du bist? Gehe einmal in dich und spüre in dich hinein. In welchen Situationen läuten deine inneren Alarmglocken, die dich mit erhobenem Zeigefinger warnen, „ja kein großes Maul;-)“ zu haben oder „ja nicht egoistisch zu sein“ und dir „ja nicht zu viel herauszunehmen“?

Welchen Wunsch hast du vielleicht vor langer Zeit unter den Teppich gegraben, weil er dir zu „unrealistisch“ vorkam – oder, weil dein innerer Richter dich ermahnt hat, was du eigentlich glaubst wer du bist?

Um mit diesem Thema tiefer zu arbeiten, empfehle ich dir wärmstens die Innere-Kind-Arbeit. Mir hat dabei das Buch von Stefanie Stahl „Das Kind in dir muss Heimat finden“ sehr geholfen. Auch empfehle ich dir, regelmäßig 15 Minuten lang zu meditieren, um dich noch besser mit deinen Gefühlen zu verbinden.

Erlaube dir, in deine Größe zu treten! Denn du bist unendlich wertvoll und eines glücklichen und freien Lebens würdig. Du bist der Freude würdig. Und der LIEBE. Schenke dir die Erlaubnis DU zu sein – mit all deinen Unvollkommenheiten – denn genau diese machen die so vollkommen! … Und vielleicht hilft dir zum Abschluss noch die folgende Fragestellung, die auch mir damals einen ordentlichen Ruck gab, mehr aus mir herauszutreten:

Wie müsste dein Leben ausgesehen haben, damit du im eigenen Sterbebett sagen kannst: „ICH HABE GELEBT.“?

Und dann LEBE ES. Genau dieses Leben. JETZT.

 

Alles Liebe,

Marta

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