Lebe Dich Selbst!

Komme in deine kreative Kraft! Vom inneren Unterdrücker und der Energie des Wollens

Fast ganze drei Wochen sind seit meinem letzten Beitrag vergangen. Nämlich seit dem Beitrag, in dem ich darüber geschrieben habe, wie du deine Berufung entdecken kannst. Und ironischerweise kamen wie so oft durch diesen Schreibprozess auch bei mir im Nachhinein viele neue Themen hoch, von denen ich nicht einmal wusste, dass ich sie noch verarbeiten durfte. Aber auch so habe ich gespürt, dass in den letzten Tagen viele Veränderungen in mir in Gang gesetzt wurden – angefangen mit der Kündigung, die ich vor drei Wochen dank der Corona-Krise bekommen habe. Und heute hatte ich das Gefühl, als wäre eine weitere Zwiebelschale von mir abgefallen und ich mich nun in einer neuen Hülle kennenlernen darf.

 

Aber spulen wir ein Kapitel zurück:

 

Denn dieses Kapitel hier, das sich gerade dem Ende zu neigen scheint, begann mit dem Gedanken: „Ich werde jede Woche einen neuen Blogbeitrag schreiben, um so schnell wie möglich zu wachsen und so schnell wie möglich in meine Freiheit zu gelangen!

 

Puhh..ein ganz schöner Vorsatz, oder? Lese ihn gern nochmal. Wenn ich ihn noch einmal lese, fühle ich buchstäblich die selbstauferlegte Betonplatte auf meiner Brust. Und mit dieser Betonplatte bin ich seit W-O-C-H-E-N herumgelaufen.

 

Vielleicht erahnst du schon bereits, worum es in diesem Beitrag gehen wird. Denn in meinem Instagram-Post von heute habe ich dieses Thema schon einmal kurz angenockt.

 

Ja, genau – um den inneren Druck, den inneren Kritiker, den inneren „Auspeitscher“, oder auch, wie es Suzanne Frankenfeld in ihrem sehr interessanten und tiefgründigen Blog genannt hat: den inneren Tyrannen! – den wir SELBST tagtäglich in uns bedienen und höflich und gehorsam zu Tisch bitten.

 

 

kreative kraft entfalten
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Dem inneren Tyrannen auf die Schliche kommen

 

Einer meiner Lieblingsautoren, Neale Donald Walsch [Werbung, da Namensnennung], führte in seinem Buch „Gespräche mit Gott“ auf, dass das, was wir anschauen, verschwindet – wohingegen das, dem wir uns widersetzen, größer wird in unserem Leben. Und genau so war es mit meinem inneren Tyrannen, dem ich mich sicherlich nicht nur die letzten Wochen, sondern seit Jahren widersetzte: Fast tagtäglich gab er mindestens einen Laut von sich und versuchte mich auf alle erdenklichen Weisen zu belauern, zu kontrollieren und mit einem schlechten Gewissen zu manipulieren – bekannterweise ist dies auch die Spezialität eines Tyrannen. Ungefähr so:

 

Morgens nehme ich mir vor,  die und die und die Aufgabe heute zu erledigen. Am Ende des Tages stelle ich fest, dass ich nur zu zwei Aufgaben gekommen bin. Und schon kommt mein innerer Tyrann ins Spiel: „Was?! Du hattest den ganzen Tag Zeit und hast gerade einmal 2 Aufgaben erledigt?!“ Ohhhh nein, nein, Schätzchen – SO kommst du ganz sicher nicht an dein Ziel! Du musst schneller sein! *PEITSCH*!“

 

Oder so:

 

Mein innerer Tyrann nimmt sich vor, jede Woche einen neuen Blogbeitrag zu schreiben – und wenn ich ihn nicht schreibe, dann setzt das schlechte Gewissen ein und meine Arbeit leidet darunter, da sie nun nicht mehr aus einem kreativen Fluss, sondern aus dem Druck heraus entsteht. „Du musst die Versprechen halten, die du an die Öffentlichkeit gibst, sonst wird dich keiner mehr ernst nehmen!“

 

Oder – bestes Beispiel:

 

Auf Instagram & Facebook hatte ich (oder auch mein innerer Tyrann) neulich spontan beschlossen, dass ich zu jedem der einzelnen Schritte aus der Beitragsserie „die 5 Schritte zur Berufung“ nun auch ein Erklärvideo poste. Hier kann man meinen, dass dies doch gar nichts mit dem inneren Tyrannen zu tun hat. Nun – der kommt auch erst am Ende des Videos tückischerweise zum Einsatz: da brachte er mein Unterbewusstsein doch tatsächlich dazu, zu versprechen, dass es jene Videos jetzt zu JEDEM einzelnen Beitrag geben wird – und DAS auch noch in den nächsten Tagen! (Ohne vorher etwas geplant zu haben^^)

 

Klingt masochistisch? Ja, genau das WAR es auch! Und zwar nicht nur auf körperlicher, sondern auf seelischer Ebene. Auf die Anspannungen im Rücken und Nacken, die daraus resultiert haben, werde ich aber jetzt nicht eingehen.

 

Gut, dass ich diese Erfahrungen aber in den letzten Wochen in einer Zeit erfahren durfte, die mir die Gelegenheit gab, sie zu erkennen und nun zu heilen. Denn ich finde, dass wie in jeder Krise, auch in dieser eine große Chance steckt – nicht nur für die Natur, die sich nun erholen darf, sondern auch für unsere Seelen, die sehnsüchtig, aber geduldig darauf warten, dass wir nach innen kehren und ihren Ruf endlich wahrnehmen.

 

Und tatsächlich sind in den letzten Tagen sehr viele Themen bei mir hochgekommen, die alle nur darauf warteten, angeschaut und angenommen zu werden. Nicht nur das Thema „selbstauferlegter innerer Druck“ – wobei dies gerade ein größeres Thema für mich gewesen ist und wahrscheinlich noch eine Weile sein wird bis sich auch die letzten Anteile davon aufgelöst haben. Und vielleicht ist dies auch für dich ein größeres Thema, da du diesen Beitrag sonst gar nicht so weit lesen würdest. Deshalb möchte ich dir noch zum Schluss etwas an die Hand geben, wie du deinen inneren Tyrannen aufspüren und zukünftig liebevoll mit dir selbst umgehen kannst. Denn genau das ist es, was ich ab heute bewusster tun werde.

 

Wie du wieder in deine kreative Kraft kommst

 

Um Dinge zu ändern, müssen wir sie überhaupt erst erkennen. Die Erkenntnis ist also der erste und eigentlich auch der größte Schritt in die Veränderung. Deshalb dürfen wir uns bereits an dieser Stelle auch ruhig selbst loben. „HEY, BRAVO! Du hast erkannt, dass da noch eine Energie in dir hausiert, die dich davon abhält, deine liebevollste und freieste Version zu leben! BRAVO!!“ – Wobei das auch schon der 2. Schritt gewesen ist: Eigenlob. Darüber hat auch Samuel, Fitnesscoach und Blogger, einen tollen Gastbeitrag,Wie du negative Glaubenssätze in innere Stärke umwandeln kannst„, geschrieben.

…und wenn wir unser bestimmtes Verhaltens-/Denkmuster erkannt haben, dass uns in unserer Lebensfreude dämpft, und uns für unsere Erkenntnis darüber gelobt haben, dürfen wir in die nächste Phase übergehen: in die Kontrolle unserer eigenen Gedanken.

 

„Was? Kontrolle der eigenen Gedanken?“, denkst du jetzt womöglich, „ist das denn nicht schon wieder nur weiterer Druck?! Ich dachte, den wollten wir loswerden?!“

 

Ja, wir wollen ihn auch loswerden, doch dazu ist schon ein kleines bisschen Anstrengung nötig – die darin besteht, ganz bewusst auf unsere Gedanken und Gefühle zu achten:

 

  • Mache ich dies jetzt aus einem Gefühl des „inneren Drucks“, „der inneren Verpflichtung“, des MÜSSENS heraus?
  • Oder befinde ich mich gerade in einem Fluss von kreativer, inspirierter und freudvoller Energie – der Energie des WOLLENS?

 

Auf mehr brauchst du eigentlich nicht zu achten. Das einzige, worauf du bitte achten musst, bist DU. Sei gut zu dir und erlaube dir, dein Leben aus einer Energie des WOLLENS heraus zu gestalten und nicht des Müssens. Denn ein selbstbestimmtes Leben bedeutet für mich: „Ich kann alles und ich muss nichts!

 

Und auch DU kannst ALLES und musst NICHTS!

 

Denn dort, wo unser Wille ist, gibt es keine Grenzen – lediglich in unserem Verstand…

 

Ich wünsche dir noch eine wunderbare Woche, wo auch immer du dich gerade befindest. Mögest du deine freieste, liebevollste und freudvollste Version deiner Selbst entfalten.

 

In Liebe,

 

Marta

 

Bild von Jackson David auf Pixabay
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2 Comments

  • Nadja Herter

    Vieke dank für dini spannende biträg

    Bi vor churzem uf de
    „günther – der innere schweinehund“ gstosse und gfinde sis büechli super, wo uf jeder site ei situation churz beschriebe isch, plus lustigs bild dezue

    Liebi grüess und wunderschöni ostertäg ohni müese
    Nadja

    • MartaMed

      Liebe Nadja,

      ich danke dir auch für deinen Kommentar!
      Das Buch ist mir sogar bekannt:-)!

      Ich wünsche auch dir wunderschöne Osterfeiertage!

      Alles Liebe,

      Marta

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